Samstags früh aufstehen: Bummel rund um Bremens Marktplatz

Oioioioi, wo ist er hin, der Frühling? Das sieht ja am heutigen Samstagmorgen hier in Bremen nicht mehr so verlockend aus wie in den vergangenen Tagen. Naja, egal, dann macht Ihr Euch jetzt einfach einen schönen Kaffee und krabbelt nochmal mit dem Laptop zurück ins warme Bett. Zuvor  zeige ich Euch aber mal, was Ihr unbedingt mal tun solltet, wenn der nächste SONNIGE Samstag ansteht – nämlich ganz früh aufstehen und den Tag mit einem Bummel rund um den Marktplatz beginnen.

Los geht´s auf dem Domshof. Samstags sind dort noch mehr Marktstände aufgebaut als an den anderen Wochentagen und je eher Ihr kommt, desto entspannter könnt Ihr zwischen ihnen entlangschlendern. Ab 10 Uhr füllt es sich nämlich gewaltig und gegen Mittag hat man ständig irgendwelche Fahrradtaschen, schwatzende Menschengruppen oder Kinderwagen als Hindernisse im Weg. Morgens hingegen kann man mit Muße neue Kräuter für die Küchenfensterbank oder die richtigen Äpfel für den Sonntagskuchen auswählen. Mit blauem Himmel, der die Türme des Doms umschmeichelt, macht das ordentlich gute Laune.

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Gleich angrenzend zum Wochenmarkt, auf dem Weg zum Lieben Frauen-Kirchhof findet Ihr die Blumenstände, die gerade jetzt mit ihren vielen bunten Sträußen und Töpfen die Winterlaune vertreiben und den Frühling einläuten. Unbedingt etwas mitnehmen – denn darüber freut man sich zuhause dann die nächsten Tage ungemein. Nichts ist schlimmer als ein Wochenende ohne frische Blumen auf dem Tisch. Echt, dann fehlt was!

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Vom Blumenmarkt aus seid Ihr dann auch direkt auf dem Marktplatz. Umgeben von alten Fassaden, dem Bremer Rathaus und der Handelskammer solltet Ihr einfach mal mitten auf dem Platz stehenbleiben und den Charme wirken lassen. Nase hoch in die Sonne halten und dem Bremer Roland zuzwinkern. Wenn ich an ihm entlang hastet – er steht ja quasi am Beginn der Fußgängerzone – nehme ich ihn zwischen Straßenbahnen und Touristen meist gar nicht mehr wahr. Wenn der Marktplatz jedoch nur von zwei, drei Menschen bevölkert ist, die Sonne strahlt und der Tag erwacht – ja dann schaue ich ihn mit ganz anderen Augen an, den großen Knaben.

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Bremer Roland Rathaus

Da steht Ihr dann also am Roland, mit Eurem Einkaufskorb in der Hand und guter Laune. Es ist so halb zehn und ihr seht die vielen anderen Bremer, die jetzt nach und nach aus Richtung Domsheide mit dem Rad zum Markt fahren. Ihr freut Euch, dass Ihr schon alles erledigt habt und wollt nur noch eins: die Sonne weiter genießen und einen schööööönen Milchkaffee trinken. Am liebsten noch was Leckeres zu essen und die Tageszeitung dabei. Tja, nur werfen die alten Häuser um diese Uhrzeit in vielen Fällen noch kalte Schatten über die Stühle, die die Gastronomie rausgestellt haben.

Ha! Ich habe aber den ultimativen Tipp für Euch, wo ihr in so einer Situation hingegen müsst. Zu Maitre Stefan! Ihr lauft einfach vom Marktplatz über die Domsheide in Richtung Kunsthalle. Auf der linken Seite, nach dem Amtsgericht, seht Ihr dann einen überdimensionale Eisbecher, daneben drei Tische mit Stühlen in der Sonne. Da müsst Ihr hin. Bestellt drin etwas von den phänomenalen Leckereien und verbringt dann ein Stündchen draußen vorm Haus. Durch die Straßenbahnen ist es nicht leise, aber Ihr könnt endlos Menschen beobachten, das tolle Wetter nutzen und die Seele baumeln lassen.

Maitrestefan

franzoesischeBackwaren

cafeaulait

weserkurier

Je nachdem, in welche Richtung Ihr müsst, könnt Ihr im Anschluss noch durch die Wallanlagen spazieren, die direkt um die Ecke beginnen. Dort kreisen die Möwen – und manchmal begegnet man sogar einem bunten Elefanten….

Also, freut Euch auf das nächste sonnige Wochenenden und probiert ihn einfach mal aus, den frühen Start in einen Bremer Samstag. Und wenn Ihr mögt, dann verratet mir mal, wie Ihr Euer Wochenende in der Regel so beginnt.

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Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

5 thoughts on “Samstags früh aufstehen: Bummel rund um Bremens Marktplatz

  1. Eine tolle Art, uns Leser mit auf eine kurze Bremen-Tour zu nehmen! Besonders gut gefällt mir der Roland inmitten des strahlend-blauen Hintergrund.
    Liebe Grüße nach HB,
    Hanna:)

    1. Ja, unter blauem Himmel sieht er einfach gleich noch chicer aus 😉
      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

  2. Liebe Sandra,

    DAS ist ja mal ein wunderbarer Artikel! Danke! Maitre Stefan wird dann gleich mal in die Empfehlungsliste für unsere Gäste aufgenommen 🙂

    Ich selbst werde den Frozen Yoghurt bei meinem nächsten Bremen-Besuch genießen.

    Liebe Grüße
    Julia vom prizeotel

    1. Moin Julia,

      lass ihn Dir schmecken! Alternativ gibt es nebenan bei Emmis Suppenpaar auch ganz phantastisches BIO-Eis. Du wirst die Qual der Wahl haben 😉

      Liebe Grüße von Sandra

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