Nach oben und dann ganz links | Borkum-Konfetti #1

Welcher Seemann liegt bei Nanni im Bett? Hä? Komischer Satz, sagt Ihr? Finde ich auch. Aber es ist die offizielle Eselsbrücke, um sich die Reihenfolge der ostfriesischen Inseln zu merken. Von rechts nach links: Wangerooge, Spiekeroog, Langenoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum. Katja und ich sind heute ganz links angekommen – auf Borkum. Wir hätten es nicht besser treffen können mit dem Termin für unseren Workshop „Bloggen mit Herz“, der Freitag startet. Denn bis zum Wochenende soll das Wetter wunderbar bleiben: zehn Sonnenstunden, blauer Himmel, angenehme 22 Grad…. Wunderbar!

Borkum-Faehre-Wegweiser

Bei solch einem Wetter ist bereits die Überfahrt von Emden nach Borkum Teil des Urlaubs. Wir sicherten uns natürlich einen Platz ganz oben auf dem Deck und ließen -begleitet von Käsekuchen, Buch und Sonnenbrille – die Windräder an uns vorbeiziehen, das dumpfe Tuckern der Fähre zum Herzschlag für die nächsten zwei Stunden werden und die fröhlichen vorfreudigen Gesichter der Mitreisenden zum Omen für die kommenden Tage.

Borkum-Faehre-Windraeder

Warum begeistert es bloß so, aus dem Hafen abzulegen und in See zu stechen? Es muss etwas mit der Loslösung vom Festland zu tun haben. Bei mir ist es ganz sicher so: In dem Moment, wenn die dicken Seile gelöst, die Segel gesetzt oder der Motor angeschmissen wird, dann scheint es, dass der Alltag zurück am Anleger bleibt, während der Rest meines Lebens mit mir kommt. Vor allem die ungelösten Fragestellungen und im täglichen Allerlei weggedrückten Gedanken freuen sich dann darauf, endlich den Platz im Kopf zu bekommen, der ihnen schon längst zugestanden hätte.

Borkum-Faehre-Katja

Und heute hatte das Ablegen noch einen ganz anderen Charakter – für mich, aber sicher auch für Katja: Es war der Moment, in dem eine Idee endgültig zur Tat wurde. Im April hatten wir mal ganz vage über einen Workshop an der Nordsee, besser noch auf einer Nordseeinsel, gesprochen. Und heute Nachmittag nun haben wir tatsächlich übergesetzt. Wir haben es nicht dabei belassen, eine Idee zu haben. Wir haben sie in die Tat umgesetzt. Und auch wenn wir viele viel Stunden mit der Vorbereitung verbracht haben, so zeigt sich am Ende mal wieder, dass vieles doch einfacher ist, als man eingangs denkt.

Bevor es hier also in den nähten Tagen um die Insel Borkum und das, was wir hier gemeinsam mit unseren Workshop-TeilnehmerInnen erleben geht, möchte ich allen von Euch, die eine Idee mit sich herumtragen, eins durch die nordische Luft entgegenrufen: Probiert es einfach aus! Und wenn es nicht allein klappt, dann begeistert Euer Umfeld von Eurem Einfall und schaut, wer Euch vielleicht unter die Arme greifen möchte.

Borkum hinter der Jugendherberge 2

Nichts entsteht, wenn man es nur im Kopf bewegt. Dann werden die Gedanken zwar eventuell detaillierter, das Konzept schlüssiger – aber solange man nichts tut, ist eine Idee einfach nur eine Idee, Egal, wie gut sie auch ist. Eine simple, aber auch wichtige Wahrheit, die übrigens auch im Geschäftsleben gilt. Immer wieder hört man, dass Unternehmer oder Selbständige Angst davor haben, dass man ihnen eine Idee klaut. Aber eine Idee zu klauen, bedeutet gar nichts. Denn die Umsetzung ist das entscheidende. Und auch wenn jemand denkt „Huiii, das ist aber ein spitzen Einfall, gut, dass ich den jetzt auch kenne“ – die wenigsten gehen den Schritt darüber hinaus. Sie kennen dann eine Idee, setzen sie aber genauso wenig um.

Also, nehmt Eure Einfälle und Träumereien ernst und habt keine Angst, etwas falsch zu machen. Und wenn Ihr mir allein nicht vertraut, dann lest doch dazu auch mal auf Sonjas Blog „Fein gedacht“ – sie hat in ihrem letzten Beitrag etwa ganz ähnliches berichtet.

So, das war mein Wort zum Borkumer Dienstag! Wenn Ihr mögt, dann folgt Katja und mir doch bei Instagram oder Twitter über das Hashtag #bloggenmitherz. Da geht´s spätestens morgen weiter. Ohne große Worte, dafür aber mit vielen Impressionen!

Borkum hinter der Jugendherberge

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

4 thoughts on “Nach oben und dann ganz links | Borkum-Konfetti #1

  1. Hallo Sandra,
    ich wäre auch gerne dabei gewesen, aber da ich nächste Woche in den Sommerurlaub fahre, war das einfach nicht drin. Ich habe aber noch eine Anmerkung: die Eselsbrücke geht von rechts nach links und Ihr seid jetzt ganz links angekommen;-).
    Ich wünsche Euch einen tolle Zeit auf Borkum und einen schönen Workshop. Vielleicht klappts ja beim nächsten Mal…
    LG Stephi

    1. Genauso! Die Meeresluft pustet den Kopf dermaßen frei – da weiß man nicht mal mehr wo rechts und links ist. Aber irgendwie ist das ja auch ganz schön -)

      Vielleicht schaffst Du es beim nächsten Mal, dabeizusein. Das würde uns sehr freuen.

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