Nancy kocht vegan und bloggt drüber| Vegan in Bremen #6

Nachdem ich mich nun vegan durchgefuttert habe und Kathrin mir wertvolle Tipps zu veganer Kosmetik gegeben hat, möchte ich Euch jetzt noch eine Bremer Bloggerin vorstellen, die Euch regelmäßig und mit Bildern, die das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, mit veganen Rezepten versorgt. Mehr noch: Sie weiß auch immer, was in Sachen vegan in der Hansestadt gerade so läuft: Jennifer Ortiz, besser bekannt als Nancy von „Nancys Kitchen„. Ich hab Ihr ein paar Fragen gestellt, mit denen ihr sie etwas besser kennenlernen könnt. Viel Spaß!

1. Vegane Ernährung scheint en vogue zu sein. Meinst Du, das ist ein Trend oder tatsächlich ein langanhaltendes Umdenken?

Ich glaube, es gibt ein generelles Umdenken was die Ernährung angeht. Gesunde, regionale, saisonale Lebensmittel sind immer mehr gefragt und es wird wieder mehr selbst gekocht. Vegan ist da nur ein Trend, wie Clean Eating, der große „Detox“-Boom oder die Rohkostbewegung, die gerade einen enormen Aufschwung erlebt.

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2. Was hat Dich motiviert, Deine Ernährung vegan zu gestalten?

Schon als Kind litt ich sehr unter zahlreichen Allergien und Unverträglichkeiten. Kuhmilch, Weizen, Nüsse, Obst und Gemüse – so gut wie alles, was für Kinder unwiderstehlich ist, war für mich tabu. Mit Kuraufenthalten in den Bergen und an der Nordsee, Medikamenten und striktem Verzicht veränderten sich die Allergien zwar, aber „normales“ Essen ohne Hintergedanken war für mich nie möglich. Als ich mich dazu entschied, eine vegane Ernährung auszuprobieren, hatte ich also eigentlich nicht so viel zu verlieren. Die Ernährungsumstellung brachte schnell positive Effekte und ich blieb dabei. Für mich hat es sich gelohnt: heute bin ich allergiefrei!

3. Mit welcher Mission steckst Du Tag für Tag Herzblut in Deinen Blog „Nancy Kitchen?“

Da kommt die Labertasche in mir durch. 😉 Ich teile einfach gerne meine Erfahrungen, meine Rezepte und ein Stück weit auch Geschichten aus meinem Leben. In stressigen Zeiten muss natürlich der Blog hinter der Uni und meinem „echten“ Job anstehen. Zu hören, dass ich jemanden dazu motivieren konnte, etwas selbst zu kochen, etwas Neues auszuprobieren – das ist ein wahnsinnig tolles Gefühl und motiviert mich immer wieder aufs Neue.

4. Welche Orte und Events in Bremen dürfen VeganerInnen nicht verpassen?

Mein liebstes veganes Frühstück gibt’s bei Marianne . Brötchen, selbst gemachte Aufstriche und Marmeladen und zum Schluss noch frische Waffeln mit heißen Zimt-Kirschen oder ein Stück Karottenkuchen… mhhhh!

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An meinem Geburtstag war ich wieder mal im Vegefarm Restaurant, wo ich einfach alle Gerichte uneingeschränkt empfehlen kann. Da ich mich so schlecht entscheiden kann, stelle ich mir gerne eine große Platte mit 4 Gerichten zusammen und teile sie mit meinen Freunden.

Für alle, die ihre Mittagspause in der Innenstadt verbringen, habe ich noch einen letzten Tipp: Bei dean&david in Bremen gibt es eine riesige Auswahl an Salaten, Smoothies und frisch gepressten Säften. Außerdem gibt es jeden Tag wechselnde Suppen und Thai-Currys, die sogar als vegan gekennzeichnet sind.

Dean & David und das Café Marianne kann ich Euch übrigens auch sehr empfehlen. Liebe Nancy, Dir vielen Dank für die Antworten und dafür, dass ich dank Dir immer mitkriege, wenn irgendwo ein neuer veganer Schuppen aufmacht!

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

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