Nordisch-frische Illustrationen von PLATTE ANNA zu gewinnen

MOINSEN – es ist irgendwie zum Ritual geworden, dass ich meine Follower bei Snapchat täglich mit diesem Visual Statement begrüße. Ja, ich nenne es an dieser Stelle Statement, denn Moinsen ist für mich mehr als nur ein schnödes Wort. Es ist ein augenzwinkerndes Sprachspiel mit norddeutschen Wurzeln, eine selbstironische Lässigkeit in der Höflichkeit erfüllenden Begrüßungstradition, eine humorvolle Herzlichkeit auf den zweiten Blick.

Daher freute ich mich sehr, als ich vor Kurzem bei einer Stippvisite in der GLASBOX einen blau-weiß illustrierten Button entdeckte, auf dem dieses schöne Wort zu lesen war. Ich wühlte daraufhin etwas länger in dem Körbchen und stieß auf eine Reihe von plattdeutschen Begriffen zum Anstecken. „Moinsen“ und „Muddi“ landeten an der Kasse und dann an meiner Jeansjacke. Dort trage ich sie derzeit spazieren.

Wortkonfetti-Blog-Nordsee-PlatteAnna

Hinter diesen charmanten Buttons steckt Anna mit ihrem Label „Platte Anna„. Wie sich beim mailen herausstellte, teilen wir beide nicht nur den Hang zum nordisch-frischen Sprachgebrauch, sondern auch Erinnerungen an das vergangene Watt´en´Schlick-Festival. Keine gemeinsamen, aber wir waren beide dort und genossen unabhängig voneinander das sonnige Sandstrand-Musik-Vergnügen. Im Interview hat sie mir noch mehr von sich verraten:

PLATTE_ANNA_Portrait_web  

Was mich natürlich als erstes interessiert, liebe Anna, sprichst Du tatsächlich selbst platt?

Ich kann es, aber nicht besonders gut. Allerdings hat sich durch meine Mutter und deren Verwandte, sowie den Menschen, die mich in meinem Heimatdorf umgeben haben, eine überaus große Liebe dazu entwickelt. Die plattdeutsche Sprache steht einfach für ein wohliges Zuhausegefühl.

Seit wann gibt es Dein Label „Platte Anna“?

Platte Anna gibt es ungefähr seit 2010. Alles ging von meinem Bachelor-Abschluss an der HAWK Hildesheim aus. Ich habe damals Kommunikationsdesign studiert und als Abschlussarbeit plattdeutsche Reime illustriert und sie in einem Kalender zusammengefasst. Die Arbeit daran hat mir soviel Freude bereitet, dass daraus nach und nach Buttons, Gruß und Postkarten und alle weiteren Artikelchen, die sich heute in meinem Shop befinden, entstanden sind.

Block A6 "So mookt wi dat"

An welchen Projekten arbeitest Du sonst noch?

Neben den Platte Anna Artikeln arbeite ich an anderen Illustrations- und Grafikprojekten in den verschiedensten Bereichen. Vor kurzem habe ich z.B. eine ganze Hochzeitsaustattung erdacht. Das war eine sehr wunderschöne Aufgabe und hat mir sehr viel Freude gebracht. Ansonsten reichen meine Projekte von Kinderrätseln (z.B. in der Brigitte) über Kinderbuchillustration bis -gerade aktuell- zur grafischen Ausstattung für ein kleines Festival in Oldenburg.

Verrätst Du uns Deine drei Lieblingsplätze im Norden?

Im Moment: Der Garten meiner Mama. Er ist das perfekte Ausgleichsprogramm zum Hamburger Stadtleben. Ein Ort, an dem man freitags schon sehen kann, wer sonntags zu Besuch kommt. Man hat dort seine absolute Ruhe und kann morgens einfach in Schlafklamotten durch den Garten schlendern, ohne gesehen zu werden kann. Auf der anderen Seite kann man aber auch die Musik bis zum Anschlag aufdrehen und Lagerfeuer machen.

Das alte Kurhaus in Dangast, welches direkt an der Nordsee liegt und an den Wochenenden Anlaufpunkt der gesamten Region ist, weil es dort einen äußerst schmackhaften Rhabarberkuchen gibt. An dem Strand unterhalb des Kurhauses habe ich schon als Kind meine Ferientage verbracht und bin auch heute noch oft da, wenn ich in der Heimat bin. Das Kurhaus ist übrigens auch auf einer meiner Postkarte zu sehen. Zusammen mit dem Schnack „Ob Ost, ob West, to Hus is Best.“

TO HUS IS BEST - Postkarte

Und als drittes der Hamburger Elbstrand. Er ist perfekt für einen ganz kleinen Kurzurlaub. Da fahre ich am Liebsten mit dem Rad hin, komme an, wenn sie Sonne scheint und bleibe, bis man nur noch die Lichter des Hafens und den Mond sehen kann.

Dat mutt: Verlosung für Euch

Damit auch Euer Alltag etwas vom plattdeutschen Wohlfühlfaktor erhält, gibt es heute etwas plietsches op platt gewinnen: Anna spendiert einer/ einem von Euch ein blau-weißes Paket aus einem Wat-mutt-Büdel, einem Moinsen-Button & ein paar Postkarten. Alles was Ihr dafür tun müsst*: Hinterlasst einen Kommentar, wie ihr Menschen gern begrüßt oder wie ihr gern selbst begrüßt werdet. Vielleicht gibt es einen ausländischen Gruß, der Euch auf Reisen begegnet ist und Euch seitdem begleitet? Oder Ihr müsst bei einer bestimmten Begrüßung an jemanden bestimmtes denken? Oder Euer Kind hat etwas drolliges selbst erfunden? Was auch immer: Verratet es bis zum 22. Mai (23.59 Uhr) in den Kommentaren. Ich drücke Euch die Daumen!

* Teilnahme ab 18 Jahren. Gewinner werden per E-Mail von Platte Anna benachrichtigt. Der Gewinn wird nach Ablauf des Gewinnspiels  per Post verschickt. Der Gewinn kann nicht ausgezahlt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
 
Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

12 thoughts on “Nordisch-frische Illustrationen von PLATTE ANNA zu gewinnen

  1. Soooo hübsche Dinge!!! Ich muss zugeben, dass meine Begrüßungen immer recht „platt“ ausfallen: „Hey“ ist da wohl das Üblichste. Vielleicht ist es an der Zeit, mal etwas kreativer zu werden :)! Glaub an „Moin(sen)“ kann ich mich auch gut gewöhnen. Viele liebe Grüße 🙂

  2. Ich liebe neben ‚Moin‘ oder ‚Moinsen‘ das schwedische ‚Hej‘ oder ‚Hejhej‘ sehr.
    Sollte ich nicht gewinnen, so werde ich sicher etwas erstehen 😉 Die Sachen sind nämlich einfach zu schön!

  3. Meine Standardbegrüßung ist als geborene Bremerin natürlich ‚Moin‘, was hier in München wo ich seit 2,5 Jahren studiere natürlich selten ist 😀 Hier hört man meistens nur ‚Servus‘ oder auch ‚Grüß Gott‘, woran ich mich aber nicht gewöhnen möchte 😀

    Lg, Jessica

  4. „Mo-hoin!“ – so lautet meine Interpretation des norddeutschen „Moin“ und das täglich
    😀 manchmal auch zum Leidwesen meiner genervten Mitmenschen. Insider unter Schulfreunden ist immer noch das „Salut, ça va?“ aus dem Französischbuch der 7. klasse. Natürlich mit entsprechend ritualisierter Antwort. Aber mit plattdütschen Öllern tohuus mot ik uk alltied Plattdütsch schnacken un dor is mien „Mohoin“ dei Standard 😉

  5. Wie schön und schlicht und doch ein statement! Ein Kracher!
    Ich bin glücklich, jeden mit einem MOIN begrüssen zu können- in Geschäften, auf der Strasse und bei der Arbeit. Am liebsten mache ich das mit einem melodischen Mo-oin.
    Sonnige Grüsse, Sonia

  6. Moin, ihr Lieben!
    So schöne Sachen, die verlost werden, da muss ich mein Glück versuchen. Mein Lieblingsgruß ist tatsächlich MOIN, wobei ich in einer Ecke Norddeutschlands lebe, in der man doch irritiert angesehen wird. Egal!
    Liebe Grüße, Iris

  7. Hier ist das Moin auch ziemlich gängig, aber ich habe einige Jahre in Frankfurt gelebt und dann war es immer superschön es zu hören.
    Da wir gerade im Urlaub waren, sagen mein Mann und ich im Monent gerne Holahola, wie die Animateure im Hotel – ist noch ne schöne Erinnerung!!!

  8. Ja, bei mir ist es auch tatsächlich das klassische Moin, dass ich meinen Mitmenschen am liebsten zuwerfe. Hier im Norden natürlich auch kein Problem. Wenn ich allerdings woanders im Süden bin, begrüße ich schlichter und hochdeutscher mit Hallo. Viele Grüße Maria

  9. Grüezi oder Hoi sagt man hier in der Schweiz 🙂
    Das Moin im Norden mag ich total gerne, nur leider wird man auch in Norddeutschland immer öfters mit Hallo begrüsst, was ich echt schade finde!
    liebe Grüsse Daniela

  10. Die Artikel von Platte Anna sind echt richtig schön, da würde ich mich auch freuen, zu gewinnen. 🙂
    Ich begrüße meistens mit einem langweiligen „Hallo“ oder “ Hi“… da ist mein 2,5jähriger Sohn etwas kreativer. Er hat letztens irgendwo „Hallöle“ aufgeschnappt und sagt das nun manchmal 😀

  11. Oh wie hübsch und wie ein Stückchen Heimat!
    Mein Grußwort ist „Moin!“. Nicht „Moin, moin“, das ist Hamburger Schnack und da die Ostfriesen eher in sich reingrummeln anstatt lange zu plaudern, beschränken wir uns auf ein einfaches „Moin“. Auch außerhalb von Ostfriesland benutze ich das wirklich regelmäßig und manchmal bekomme ich z.B. Mittags irritierte Blicke zurück, weil die Leute „Morgen“ verstehen. Macht aber nix, das ist Heimat 🙂

  12. Nachdem Lesen von deinem Beitrag ist mir aufgefallen, dass ich nach fünf Jahren Bremen nicht mehr „Moin“ sage, sondern vermutlich „Hallo“. In Oldenburg war „moin“ geläufiger. An sich mag ich „Moin“ aber sehr gerne.
    Liebe Grüße dir und dem Lütten
    Nadine
    P.S.
    Ich hatte auf dem Tablet den Kommentar schon mal geschrieben und habe ich grade nicht mehr entdeckt…komisch…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.