Besuch im Harbour Coffee. Oder auch: Was mir künftig den Arbeitstag versüßen wird.

Wenn der Schreibtisch, an den man täglich muss, im Viertel steht, ist das keine schlechte Sache. Wenn man an verregneten Herbst- oder bitterkalten Wintertagen einen Mann hat, der einen im beheizten Auto auf seinem eigenen Weg zur Arbeit mitnehmen und im Viertel absetzen kann, hist das noch besser. Wenn man dann noch genau da rausgelassen wird, wo es leckeren Kaffee mit der perfekten Cremà und unverschämt leckere Zimtschnecken gibt, ist das morgendliche Glück perfekt und ein Arbeitstag kann so schlecht nicht mehr werden….

In den Genuss der ersten beiden Dinge bin ich bis zu meiner Babypause regelmäßig gekommen. Der Mann stoppte an den Tagen, an denen ich das Rad stehen lassen musste, stets viertel vor Acht zwischen Penny und HAY in der Straße „Auf den Häfen“ und ich dackelte dann die letzten drei Straßen zu meinem Büro in die Contrescarpe. In den Genuss eines koffeeinaltigen Wachmachers bester Sorte und eines kalorienreichen Seelenschmeichers kam ich in dieser Zeit allerdings noch nicht. Doch das wird sich künftig ändern: Das Harbour Coffee ist da!

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Ja genau, es ist an dem Standort, an dem 20 Jahre lang ein Lampengeschäft und anschließend ganz kurz ein Saft- und Smoothieladen zuhause waren. Die Räumlichkeiten sind klein, es gibt ein paar Plätze am Fenster, einige im oberen Bereich – that´ it. Für die Momente, in denen ich mit dem Lütten unterwegs bin, daher kein Ort zum Verweilen, aber für einen kurzen Kaffebreak allein oder mit Freundin mag ich das kleine Café umso mehr.

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Typographie, Interior und Angebot gefallen mir außerordentlich: Schwarz und Weiß dominieren im Inneren als Farben, von der Decke baumeln mit Ankern verzierte Tassen, Visual Statements zaubern ein Schmunzeln auf die Lippen und der Kaffee – ja der kann mit den phantatsischen haugemachten Zimtschnecken mehr als mithalten. Was für Bohnen verwendet werden, habe ich Arne, der gerade hinter der Bar stand, gefragt. Und siehe da: den Namen der Rösterei konnte er mir gar nicht nennen, weil die so neu und bislang ausschließlich für das Harbour Coffee am Start ist, dass der Firmenname noch gar nicht gefunden ist. Mir wurde aber zugeflüstert, dass man sie künftig unterm Dach der Union Brauerei finden kann.

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Ich hab bei meinem ersten Besuch die frische heiße Zitrone, einen Cappuccino, die Zimtschnecke und die Granola Roll getestet. Neeeiiiin, die Schnecke und die Granola Roll habe ich nicht allein verputzt – Bine war als Geschmackspolizei mit dabei. Ergebnis: Die Kaffeesorte, die zu den dunklen und herben gehört, schmeckt mir in Kombination mit Milch unglaublich gut – und das, obwohl ich eher zart besaitet bin.

Wenn ich das nächste Mal die Wahl zwischen Zimtschnecke und Granola Roll habe, würde ich mich auf jeden Fall für die Zimtschnecke entscheiden. Vor allem wegen des Toppings, das ich angenehmer empfand. Aber das Harbour Coffee ist ja erst ein paar Tage geöffnet und die Betreiber feilen daher noch an den Rezepturen. Kann also sein, dass das Granola-Topping bei Eurem Besuch schon wieder einen Hauch anders schmeckt. Mir ist es aktuell zu Joghurt-lastig.

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Alles in allem bin ich schwer begeistert, das so ein netter Laden mit so gutem Kaffee künftig auf meinem Weg zur Arbeit bzw. zurück nach Hause liegt. Die Öffnungszeiten sind werktags perfekt für Leute, die früh am Schreibtisch sitzen wollen oder müssen: um 7 Uhr geht es los, um 18 Uhr werden die Türen geschlossen. Samstags könnt Ihr von 10 bis 16 Uhr vorbeischauen. Sonntags ist aktuell noch geschlossen – aber eventuell ändert sich das auch noch. Je nach Nachfrage.

Die ganze Geschichte hat nur einen entscheidenden Haken: Wenn der Lütte nächsten Sommer in die KiTa kommt, wird mein Mann ihn in der Regel hinbringen. Und das bedeutet, wir werden dann an Schlechtwettertagen gar nicht mehr zusammen den Arbeitsweg bestreiten und ich werde nicht mehr direkt vorm Harbour Coffee abgesetzt. Schluchz! Wie gut aber, dass mein Radweg auch vorbeiführt und ich den Kaffeehalter, den ich ursprünglich für den Kinderwagen geschenkt bekommen habe, dann am Rad weiterverwenden kann….

Erzählt mal: Habt Ihr Harbour Coffee schon ausgekundschaftet? Und welche Coffee Shops erwecken Euch morgend zum Leben? Habt Ihr Tipps für andere Stadtteile?

 
Harbour Coffee
Auf den Häfen 4
Bremen / Viertel
Haltetelle „Humboldtstraße“ Linie 10
Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

3 thoughts on “Besuch im Harbour Coffee. Oder auch: Was mir künftig den Arbeitstag versüßen wird.

  1. Ich bin allgemein kein großer Kaffeetrinker und nehme hin und wieder mal einen Cappuccino irgendwo mit.
    Im Harbour war ich vor einigen Wochen auch mal und der Cappuccino hat mich ehrlich von den Socken gehauen. Ich behaupte ja immer, dass bei der Menge Milch und süß, die ich verwende, der Kaffeegeschmack eigentlich eh egal ist, aber das war ein gewaltiger Unterschied!
    Wollte mich immer mal weiter durch die Karte probieren (die Granola-Rolls sind ja auch der Hammer!) aber bin bisher noch nicht dazu gekommen.
    Auf jeden Fall ein toller Laden und ich hoffe, dass sie sich da auch gut halten können 🙂

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