Das „KinderZimmer“. Oder auch: Warum ich nicht alles für den Lütten neu kaufe

Online-Shopping bis die Kreditkarte kracht – wenn ich eines in der Schwangerschaft nicht gemacht habe, dann das. Den Sätzen „Ihr bekommt am Anfang total viel geschenkt“ und „Die Sachen haben sie doch gar nicht lang“ habe ich von Anfang an Glauben geschenkt, egal ob es um Baby-Kleidung oder die restliche Ausstattung ging. Rückblickend weiß ich, dass diese Sätze tatsächlich wahr sind. Gerade was Klamotten betrifft, kann ich kaum fassen, wie schnell eine Größe die Kommode wieder verlässt, die ich gefühlt erst vor wenigen Tagen einsortiert habe. Wie teuer und vor allem wie wenig nachhaltig wäre es, wenn es sich dabei immer um Neukäufe handeln würde? Eben.

Meinen Lieblings-Laden für Kinder Second-Hand in Bremen hatte ich daher schon gefunden, bevor der Lütte überhaupt auf der Welt war: Das KinderZimmer in der Neustadt. Ein Ort, an dem ich in der Vergangenheit nicht nur gestöbert und gekauft, sondern auch gestillt, gewickelt, gefüttert und Tee getrunken habe.

Denn all das ist in der Osterstraße 5 (nah am RKK) neben der Suche nach Kleidung, Spielzeug, Möbelstücken oder Tragehilfen entspannt möglich. Das KinderZimmer ist tatsächlich ein Ort zum Verweilen, Inhaberin Marion hat an alles gedacht, was Müttern und Vätern das Shoppen für die Kleinen so angenehm wie möglich macht.

Es gibt eine liebevoll ausgestattete Wickelmöglichkeit, an der es weder an Windeln noch an Feuchttüchern fehlt. Außerdem eine kleine „Teeküche“, in der ich im vergangenen Jahr schon in Ruhe stillen bzw.  den Nachmittagsbrei füttern konnte. Inzwischen hat sich aber vor allem die Spielecke zum echten Entspannungsfaktor gemausert: der Lütte ich stets hellauf begeistert, wenn er dort ins Bällebad eintauchen kann. Noch besser gefällt es ihm, wenn noch etwas ältere Kinder vor Ort herumtoben. Ideale Rahmenbedingungen, um selbst in Ruhe die Kleiderstangen und Regale zu durchforsten.

Dort findet Ihr einen soliden Querschnitt von allem, was man für den Kinderalltag so benötigt. Was ich mit „solide“ meine? Nun ja, es sind wenige ausgefallene Stücke oder Marken à la petit bateau, hessnatur, Steiff oder jungen / nachhaltigen Labels darunter. Vieles kommt von C&A, Tchibo, Erstings oder auch H&M. Aber es gibt auch einige Sachen aus Bio-Baumwolle oder von hochwertigeren Marken.

Ich habe schon viele verschiedene Sachen aus dem KinderZimmer mitgenommen: von einem Spannbettlaken über ein Holzauto bis hin zu Lätzchen und Strickjacke. Ich halte Second Hand im Alltag mit Kindern nämlich für eine wirklich gute Sache. Die Kleidung hat bereits ein paar Wäschen hinter sich, sie wird sowieso nur eine kurze Zeit getragen, man tut der Umwelt etwas Gutes und spart dabei noch den ein oder anderen Euro. Und diese gesparten Euros investiere ich dann gern mal in einen besonders schönen Neukauf oder einfach in das nächste Paket Windeln. Beim Spielzeug und den Büchern mag ich es, dass manchmal noch Designs und Formen dabei sind, die es aktuell nicht im Handel gibt.

Schaut einfach mal vorbei und bildet Euch ein eigenes urteil. Und wenn Ihr mögt, teilt das gern mit mir in den Kommentaren! Außerm interessiert mich natürlich: Wie handhabt Ihr es mit den Klamotten für die Kleinen? Gibt es einen Laden oder einen Online-Tauschmarkt, den Ihr empfehlen könnt? Schmeißt Ihr Euch ins Getümmel von Piccolino & Co oder mögt Ihr so etwas gar nicht? Lasst mal hören!

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

22 thoughts on “Das „KinderZimmer“. Oder auch: Warum ich nicht alles für den Lütten neu kaufe

  1. Hej Sandra,

    das klingt nach einem supertollen Laden. Leider ist Bremen für uns nicht sonderlich nah, aber vielleicht schaffen wir es nochmal dahin. Wir waren vor einem Jahr dort und es hat so so gut gefallen. Leider wusste ich da noch nicht vom KinderZimmer 😉

    Liebe Grüße
    Lea

  2. Wir lieben Kinderflohmärkte und Garagenflohmärkte. Vor Merles Geburt habe ich mehrere Flohmärkte besucht und ganz viel abgestaubt.
    Ob Vertbaudet, Next, Zara, Benetton, H&M, Steiff, Mexx, Obaibi….Habe viel Schönes günstig gekauft.
    Die Sachen sehen aus wie neu und sind nicht verwaschen. Daher sehe ich das dann entspannt und bin der Ansicht, dass Gebrauchtes trotzdem super sein kann.
    Hinzu kommt, dass es schon ganz oft gewaschen ist und dadurch bei farbintensiver Kleidung einiges schon rausgewaschen ist. Man weiss ja nie so genau, was alles in der Kleidung drin ist.
    Zwischendurch gönne ich mit für die Kleine aber auch mal was Neues, aber das ist sehr selten, da ich viele schöne Klamotten vom Flohmarkt habe
    Daher im Sinne der Nachhaltigkeit in Sachen Klamotten zu handeln finde ich super ….ah…über Mamikreisel und – man mag es kaum glauben – Ebay Kleinanzeigen, habe ich auch einiges gekauft….Nicht zu vergessen: einfach mal in die Offensive im Freundes- und Bekanntenkreis gehen. Wo man weiss, dass die Kinderplanung abgeschlossen ist, fragen.
    Habe ich zuletzt die komplette 74er Größe abgekauft .

    Liebe Grüße, Britta

    1. Ja, aus unserem Bekanntenkreis haben wir vor der Geburt und gerade jüngst auch eine ganze Menge bekommen. Und weil ich mich darüber immer so sehr gefreut habe, gebe ich selbst auch gern Sachen weiter und bin immer ganz happy, wenn ich von der anstehenden Geburt eines Jungen höre.

      Liebe Grüße zurück an Dich!

  3. Oh man, was beneide ich dich um die Großstadt!
    Wir sind ja gerade mit den Anschaffungen zu Gange und ich bekomme genauso die Krise wie der Suche nach Schwangerschaftskleidung. In meiner Kleinstadt scheint es nicht vorgesehen zu sein, schwanger zu sein oder ein Kind zu bekommen. SSW-Kleidung gibt’s nur in der mini H&M-Ecke, Kinderkleidung immerhin mehr, aber sonstige Kinderausstattung in einem einzigen BabyOne.
    SecondHand-Läden? Nicht dass ich wüsste…. Auf Facebook-Gruppen habe ich ja ehrlich gesagt nicht so Lust, generell habe ich bei SecondHand (jedenfalls verkaufen) nicht so viel Erfolg gehabt. Immerhin bin ich beim Thema Kinderkleidung ganz gut versorgt, da gibt es doch einige im Umfeld 😉 Aber dafür habe ich erst so richtig den Kopf, wenn die größeren Anschaffungen getätigt sind…
    Liebe Grüße, Denise

    1. In Sachen Schwangerschaftsmode ging es mir hier in Bremen aber auch wie Dir, Denise: Ich fand die Auswahl erschreckend dürftig. Ist es nicht vielleicht sogar eine Marktlücke, eine Modekette für Schwangere ins Leben zu rufen? Die gibt es doch schließlich immer wieder? Ich musste dafür auch im online schauen – was mich total genervt hat.

      Facebook-Gruppen gibt es auch? Das wusste ich gar nicht!

  4. Ich habe das Glück, dass wir von Onkel & Tante meines Mannes, die im September 2016 Nachwuchs bekommen haben, fast alle Klamotten so übernehmen können. Also unsere persönliche Second-Hand-Quelle. Da die definitiv kein weiteres Kind mehr bekommen werden, kaufen wir ihnen alles ab, was für uns passt.
    So konnte ich für die ersten 2-3 Größen die Schränke jetzt schon gut füllen und habe nur ganz wenige neue Sachen gekauft. Und die auch nur, weil sie mich so extrem angelacht haben und ich mir gedacht habe, dass es beim ersten Kind auch ein paar schöne Stücke nach ganz eigener Vorliebe sein dürfen. Ansonsten bin ich da nicht sehr wählerisch (nur gelb geht gar nicht!) und freue mich, dass wir gut aufgestellt sind in Sachen Bodys, Strampler & Co. 😉
    Und da der zeitliche Unterschied ja weiterhin so bleibt, werden wir wohl auch weiterhin die Klamotten übernehmen können. Sehr praktisch, wenn da 5 Monate dazwischen liegen.

    Ich mag es, dass die Sachen aus der Familie kommen. Es ist alles gut erhalten und eben schon einige Male gewaschen. Außerdem passt es vom Aussehen auch einigermaßen zu meinem Geschmack.

    Ich bin nicht so der Flohmarkt-Typ. Ich habe es vor einiger Zeit mal probiert (Schwangere durften 30 Minuten eher rein), aber mir ist das zu unübersichtlich und voll. Vielleicht werde ich demnächst mal bei Mamikreisel oder so schauen, wenn ich mehr Bedarf an irgendwelchen Dingen haben.

    LG Ulrike

    1. Ich glaube, Flohmärkte wären auch nicht für mich. Hab´s aber noch nie probiert.

      Ja, am Anfang gibt´s echt viel, was man von anderen übernehmen kann. Total praktisch. Und es bleibt oft ind er Familie oder im Freundeskreis – das finde ich auch schön!

  5. Nun habe ich kein eigenes Kind, aber einige im meinem Umkreis, die ab und zu mal beschenkt werden wollen 😉 Da mixe ich auch fröhlich Gebrauchtes und Neugekauftes durcheinander und die Kids interessiert es eh nicht, ob das Geschenk gerad frisch vom Regal oder vom Flohmarkt stammt.
    Einen bestimmten Laden dafür habe ich nicht. Ich schaue meist auf dem Flohmarkt oder bei ebay Kleinanzeigen.
    Für meine eigene Wohnung habe ich übrigens auch sehr viel über ebay Kleinanzeigen zusammengekauft. Man findet einfach immer so tolle Schätzchen 🙂
    Liebe Grüße

  6. Hallo Sandra! Ich kaufe kreuz und quer. Ich war schon auf dem Piccolino, Piratini, im Kinderzimmer,… teilweise habe ich auch Kolleginnen, die gebrauchte Sachen verkaufen. Wenn ich etwas bestimmtes Suche (z.B. Wolloveralls) suche ich auch bei eBay Kleinanzeigen und Mamikreisel. Ich habe selbst auch mal Sachen an das Kinderzimmer verkauft. Momentan verkaufe ich aber lieber bei Mamikreisel und Kleinanzeigen. Einiges gebe ich aber auch an Freundinnen weiter. Neues kaufen wir relativ selten, weil wir einfach gut eingedeckt sind. Und wenn, dann gehe ich gern bei Zara und H&M im Sale stöbern und kaufe auch mal auf Vorrat. Ich mache das nicht aus der Not heraus, sondern weil alles Andere keinen Sinn für mich ergibt. Besonders bei den ganz Kleinen. Meine Große trägt jetzt 122/128. da kaufe ich schon deutlich mehr neu. Der Gebrauchtmarkt ist hier nicht mehr so groß weil die Sachen einfach deutlich länger getragen werden und beim Spielen viele Löcher entstehen 😛
    VG Nadine

    1. Ein bißchen fürchte ich mich schon vor der Zeit, wo man dann doch vieles neu kaufen muss aus den von Dir genannten Gründen. Umso sinnvoller, jetzt noch nciht ständig unnötiges Geld rauszupulvern 😉

  7. Hallo Sandra,

    Wir haben auch alles gebraucht gekauft. Sehr vieles wie z. B. Den Kinderwagen, das Bett, die Wickelkommode, ein Laufgitter gab’s von Ebay Kleinanzeigen, alles markenprodukte, Emmaljunga und paidi und alles für weniger als den halben Preis. Und wirklich super gut erhalten, da zum Teil von nur einem Kind genutzt. Kleidung gab’s teilweise geliehen aus der Familie, aber ich habe mich auch ins Getümmel der Flohmärkte gestürzt. Das würde ich jetzt mit der kleinen Maus nicht machen. Aber auch hier haben wir einen super schönen second hand laden in ganderkesee. Da habe ich schon viele tolle Sachen bekommen, auch Marken wie steiff und feetje pullover für 1,50€.

    Neues gibt’s nur von Oma, wenn sie sich nicht beherrschen kann, oder eben selbstgenähtes von mir.

    Wir werden es auch weiterhin so handhaben, denn die kleinen wachsen soooo schnell.

    Liebe grüße und wirklich ein toller Blog

    1. Liebe Svenja, Euer Secons HAnd-Laden scheint ja ebenfalls gut sortiert zu sein. Toll!

      Mäbel und Ausstattung habe ich teilweise auch von Freunden abgekauft. Manche Sachen durfte ich sogar ausleihen, die Autioschale zum Beispiel. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut. Zumal man ja nach dem Aussortieren auch immer Stauraum für die Sachen braucht, die man nicht mehr im Einsatz hat. Irgendwann sind alle Ecken im Keller gefüllt 😉

      Danke für das Lob zum Blog – darüber freue ich mich sehr!

  8. Hallo Sandra!
    Dein Bericht über das Kinderzimmer ist toll..Und wirklich zutreffend..Wir lieben diesen Laden auch und er ist irgendwie urig.
    Wir gehen zwischendurch aber auch gerne auf die großen Flohmärkte..JA..Es ist stressig!
    Vorteil ist aber natürlich die Vielfalt..das macht sich auch in den Preisen bemerkbar. Dazu kommt das große Angebot an Marken Kleidung ..Diese haben oft den Vorteil an Farbe Form und Wert nicht zu verlieren. Oft verkaufe ich die Sachen (fast) zum selben Preis wieder..Das macht sich in unserer Kasse natürlich ordentlich bemerkbar..Auch wenn ich erstmal etwas mehr zahlen muss.
    Nachteil: Nachricht so einem Flohmarkt Tag bist du erstmal zwei Tage platt!

    LG Tine

  9. Hallo Sandra,
    ich bin auch sehr begeistert vom Kinderzimmer. Ich habe auch die Flyer bei mir im Laden ausliegen.
    Ich bin Designerin und entwerfe alltagstaugliche und erschwingliche Mode für Frauen. Mir ist es auch ein Anliegen die Mode an die Frau anzupassen, nicht andersrum. Jede Frau ist anders und das ist auch gut so:) Ich hatte damals auch schwanger Probleme schöne Umstandsmode zu finden. Aus dem Grund habe ich mir meine Sachen schon damals selbst genäht:)
    Also, wenn du mal wieder schwanger sein solltest, bist du herzlich willkommen mal bei mir zu gucken:)
    https://www.facebook.com/laGitanaBremen/

  10. Hallo Sandra,
    das Kinderzimmer nutz ich auch immer wieder. Gerade habe ich aber zum ersten Mal dort Sachen abgegeben und fand das auch sehr gut. Kein Aufwand, außer das hinzubringen. Die Besitzerin ist einfach auch sehr nett und sympathisch.
    Ansonsten war ich einmal auf dem Flohmarkt. Da kann man sehr erfolgreich sein, es ist aber sehr anstrengend und sehr fusselig. Da zahl ich lieber etwas mehr und hab meine Ruhe. Es wird jetzt aber schon bei Größe 92/98 langsam etwas schwieriger, da die Sachen einfach länger getragen werden. Wir haben nur paar ausgewählte, neue Sachen und ansonsten alles von Freunden und Bekannte oder aus den Bremer Secondhandläden (da ist es in der Großstadt schon sehr praktisch).
    Manchmal gibt es auch Flohmarkte von Kitas oder Kirchengemeinden, da war ich aber noch nie in HB, aber bei meiner Schwiegermutter in der Stadt gibt es da gute!
    LG Nanne

  11. Hallo Sandra! Der Flohmarkt im Bürgerhaus weserterrassen ist ein guter Einstieg für Flohmarkt-„unwillige“. 😉 klein, ca 30 Stände und man ist in 20 Minuten durch. Kann man mal eben vor dem Wochenend-Einkauf erledigen. Außerdem ist der Flohmarkt bei St.ansgaari an der hollerallee gut. Auch nicht zuu groß und da es schon schwachhauser Gebiet ist, gibt es dort auch öfters günstig hochwertigere Sachen. Ich geh gern auf Flohmärkte für die Kinder. Was habe ich da schon an Geld gespart. 🙂 Und den Nachhaltigkeitsaspekt sehe ich wie du. Viele Grüße Maria

    1. Liebe Maria,

      das sind ja beides tolle Tipps – die ich nicht auf dem Radar hatte. Gibt es regelmäßige Termine oder wie halte ich mich am besten auf dem Laufenden, wann die jeweils sind?

  12. Der Weserterrassen-Flohmarkt findet ca. monatlich statt. Die Termine findest du auf deren Website unter Veranstaltungen/regelmäßige Termine/Flohmarkt. Der nächste ist am 11. März. (Gestern war gerade erst der Februar-Termin.) Der nächste Flohmarkt bei St. Ansgaari ist am 25. März. von 14 bis 17 Uhr. Den Termin muss man im Frühling und im Herbst immer erst mal rausfinden. Online kommt er manchmal erst spät an die Öffentlichkeit, hab ich so das Gefühl. Da muss man dann mal anrufen oder gleich den nächsten Termin notieren, wenn man da ist. Viel Spaß beim Ausprobieren… LG Maria 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.