Elternzeit in Kanada. Oder auch: Manchmal kommt es anders als gewünscht

Kanada, Sunshine Coast. Unser Wohnmobil parkt auf einer kleinen Fähre, die  gerade gemächlich der untergehenden Sonne entgegenschippert. Wir sitzen vorn – mein Mann, der Lütte (damals 8 Monate) und ich. Gemeinsame Elternzeit inmitten sagenhaft schöner Natur. Drei Wochen Familienzeit am anderen Ende der Welt. Ein Traum vieler, der für uns wahr wurde. Ich schaue hinaus in den brennend roten Himmel und weine. Vor Glück? Nein, ganz im Gegenteil!

Gut ein Jahr ist dieser Moment nun her, vor gut einem Jahr sind wir zu dritt durch den Westen Kanadas gereist. Bislang habe ich nicht eine Zeile über diese Reise geschrieben, obwohl ich es anders angekündigt habe. Aber zurück in Deutschland musste ich die drei Wochen erst einmal verdauen. Denn für mich persönlich waren sie ganz anders als ich es erhofft und erwartet habe. Der Start war sogar so anstrengend, dass wir nach drei Tagen in Vancouver bereits Rückflüge recherchiert haben. Und hätten uns diese nicht rund 3.000 Euro gekostet – wer weiß, ob wir weitergereist wären?!

Elternzeit in Kanada – die Idee

 

In unserer Patchworkfamilie sind gemeinsame Urlaube zu zweit (jetzt dritt) schon immer recht schwierig gewesen. Mit zwei schulpflichtigen Bonuskindern auf der einen und einem klassischen Jahresurlaub des festangestellten Mannes auf der anderen Seite blieben nur wenige Tage übrig, mal als Paar Urlaub zu machen. Als der Lütte unterwegs war und wir über die Elternzeit sinnierten, entstand daher schnell die Idee, sie für eine Reise zu nutzen. So schnell würden wir schließlich nie wieder zwei Monate gemeinsam frei haben.

Wir haben uns also eingereiht in ein inzwischen traditionelles Elternzeit-Reiseverhalten, das in diesem Artikel in der SZ zurecht kritisch hinterfragt wird. Das ist aber ein ganz anderes Thema, das hier nicht weiter vertieft werden soll – ich empfehle die Lektüre dennoch, wenn man gerade mit dem Gedanken solch einer Reise spielt. Nicht, dass Ihr sie am Ende nicht machen sollt, aber Ihr solltet die Thesen des Artikels zumindest mal ein Weilchen im Kopf bewegen.

 

Und wohin sollte die Reise gehen? Da war der Mann schnell entschieden: Gern nach Kanada, British Columbia! Ich selbst wäre spontan wohl noch einmal nach Bali gereist, hab mir dann aber einige Bilder von British Columbia angeschaut und entschied dann, dass die zweite Fernreise, die ich überhaupt unternehme, gern an einen Ort führen darf, den ich noch nicht kenne. Außerdem lebt eine Freundin inzwischen in Vancouver, so dass die Möglichkeit eines Wiedersehens ein zusätzliches Argument war.

Reisen im Camper

Relativ alternativlos zur Wahl des Reisezieles war die Wahl der Fortbewegung und Unterkunft: ein Wohnmobil. Ich hatte bis dahin noch keine Reise im Wohnmobil unternommen, stellte mir das aber natürlich wildromantisch und praktisch vor. Wir recherchierten Anbieter,  klamüserten mit meiner Freundin Wegstrecken aus, buchten für die ersten Nächte in Vancouver eine Unterkunft über AirBnB und fassten einen Zeitraum von drei Wochen ins Auge. Wie es zu diesem Zeitraum kam, kann ich Euch inzwischen nicht mehr sagen. War – glaub ich – ein Mix aus passenden Flügen, Verpflichtungen in Bremen und Reisekasse.

Der Kanada-Kenner weiß aber sicherlich das, was wir inzwischen auch wissen: drei Wochen sind viel zu wenig. Naja, das wussten wir damals eben nicht. Hin ging es Mitte September, zurück Anfang Oktober. Keine ideale Reisezeit für Kanada, wir wollten ursprünglich zu einer anderen Zeit reisen – das klappte dann aber kurzfristig aufgrund beruflicher Rahmenbedingungen nicht.

Irgendwann war alles unter Dach und Fach. Neue Trekkinghosen lagen im Schrank,  die internationalen Führerscheine waren beantragt, der erste Reisepass für den Lütten auch (er wird uns in einigen Jahren wohl für immer böse sein, dass wir das wohl unvorteilhafteste Passbild seines Lebens da reinkleben mussten). Die idealen Verhaltensweisen bei der Begegnung mit einem Bären konnten wir im Schlaf runterbeten und die Familienplätze im KLM-Flieger von Amsterdam nach Vancouver waren auch reserviert. Nun durfte sie also loslegen, die gespannte Vorfreude auf drei Wochen als kleine Familie.

Elternzeit in Kanada – Die ernüchternde Realität

 

Die einzige Sorge vor der Reise, die mich mit Blick auf den Lütten umtrieb, war seine nicht vorhersehbare Reaktion auf den Flug. Denn Ortswechsel, kleine Reisen, Trips in Cafés – das alles war mit ihm bis dahin nie ein Problem. Hätten wir da andere Erfahrung, wären wir vielleicht skeptisch gewesen, ob eine so weite Reise das richtige ist. Aber er war stets neugierig, aufgeschlossen und entspannt, wenn ihm Neues begegnete. Wichtig für ihn waren und sind seine Rhythmen – und an die wollten (und haben) wir uns auch in Kanada angepasst. Der Mann und ich waren uns einig, dass wir nach dem Takt des Kindes reisen wollen. Und wenn wir das tun, würde nach dem Flug alles flutschen – davon waren wir fest überzeugt.

Als wir dann in der Luft waren, fiel die Flug-Sorge schnell von mir ab: Es gab überhaupt kein Problem. Die meiste Zeit hat der Lütte im kleinen an der Wand vor mir angebrachten Bett geschlafen, bei Start und Landung gaben wir ihm gegen den Ohrdruck ein Fläschchen. Keine Komplikationen, kein schreiendes Kind, keine Langeweile. „Na, wenn er den Flug schon so super wegsteckt, kann ja gar nichts mehr schiefgehen“. Dachte ich so bei mir. Und wurde dann eines Besseren belehrt….

Wer bist Du und was hast Du mit dem Lütten gemacht?

Die kommenden zehn Tage hatten wir dann nämlich ein Kind in Obhut, das wir nicht wiedererkannten. Die ersten sieben Tage schrie es ein Vielfaches häufiger und heftiger als wir es kannten. Immer wieder. Und ließ sich vor allem durch nichts, aber auch gar nichts beruhigen. Bis heute habe ich keine Ahnung, was genau ihn plagte, aber so massiv und langanhaltend habe ich ihn vorher und hinterher nie mehr schreien hören. Es war schrecklich. Auf der einen Seite kostet es einfach Kraft, an einem unbekannten Ort ohne vertraute häusliche Logistik ein tagelang aufgebrachte Kind zu bewältigen. Dass wir durch die fehlende nächtliche Ruhe übermüdet waren ohne Ende und einen Jetlag zu bewältigen hatten, plagte uns natürlich zusätzlich. Aber viel schlimmer war der Selbstvorwurf „Was zum Teufel tust Du Deinem Kind mit dieser Reise bloß an?“

 

Ich kam mir vor wie ein selbstsüchtiges Mutterarschloch, das einen kleinen hilflosen Zwerg aus seinem stabilen Umfeld reißt und inmitten einer Phase, wo Urvertrauen gebildet wird, nachhaltig in seinem Glauben an das Gute in seinen Eltern erschüttert. Auch wenn Euch diese Bewertung übertrieben vorkommt (und mir inzwischen natürlich auch): GENAUSO hab ich mich gefühlt. Zusätzlich zur Kraftlosigkeit, die mich aufgrund des fehlenden Schlafes und der ohnehin anstrengenden Reiserahmenbedingungen („In welcher Tasche ist nochmal die Batterie?“, „Wo ist dieser Supermarkt genau?“, „Haben wir tatsächlich alle Dokumente, die wir für das Mieten des Wohnmobiles brauchen?“ „Wann müssen wir los, damit wir die gebuchte Fähre bekommen? Wir haben doch reserviert, oder?“) quälte, hat mich das echt fertig gemacht. Ich wollte nur noch nach Hause.

Ab nach Hause?

Sollen wir wirklich rüber an die Sunshine Coast und von dort im Wohnmobil weiterreisen? Diese Frage hat uns an den ersten drei Tagen in Vancouver immer wieder beschäftigt. Klar war schon da: Das Wohnmobil stornieren wäre nicht möglich, wir würden auf den Kosten sitzen bleiben. Klar war auch: Wenn wir erst einmal aus Vancouver raus sind, würden spontane „Jetzt ist es nicht mehr auszuhalten, wir müssen sofort weg hier“-Flüge sehr schwierig. Nachdem wir die Kosten für früher Rückflüge mit Schrecken vernommen hatte, lange hin- und herdiskutiert hatten und letztlich wussten, das sowohl die eine als auch die andere Entscheidung immer einen faden Beigeschmack haben würde, fassten wir den Entschluss: Ja, wir reisen weiter, reduzieren die ursprünglich geplante Strecke aber drastisch.

Kein Whistler, kein Jasper, kein Banff. Oder anders gesagt: keines der Highlights, auf die sich der Mann besonders gefreut hatte. Aber wir wussten: Wenn wir uns zusätzlich noch wegen der zu absolvierenden Strecken hetzen, wird alles noch stressiger. Außerdem ist es im September in einigen dieser Regionen schon wahnsinnig kalt – und frostige Nachttemperaturen waren das letzte, wonach wir uns in diesen verzweifelten Stunden sehnten.

 

Und so fuhren wir also rüber an die Sunshine Coast, die mir extrem gut gefallen hat, und dann weiter nach Vancouver Island. (Am Ende dieses Beitrags fasse ich Euch mal die Route sowie die Orte und Campingplätze, an denen es uns besonders gut gefallen hat, zusammen.) Ungefähr zur Halbzeit der Reise hatten wir dann unser Kind wieder zurück. Irgendwann verschwand seine Anspannung und die Fröhlichkeit kehrte zurück. Was für eine Erleichterung.

 

Eine Sache änderte sich allerdings die ganze Reise über nicht: meine Abneigung gegen den Camper. Auch darauf, dass ich mich mit dieser Reiseform so gar nicht anfreunden würde, war ich nicht vorbereitet. Ich war schrecklich genervt davon, jeden Tag wieder neu aufzubrechen, immer jede Kleinigkeit wieder sicher verstauen zu müssen, sich auf kleinstem Raum immer wieder auf den Füßen zu stehen, nicht entspannt spülen zu können etcpp. Es ist – so weiß ich jetzt – nicht meine Art zu reisen. Schon gar nicht mit Baby zu einer Zeit, in der es um 19 Uhr dunkel und kalt ist.

Denn auch das stellte sich für uns als doof raus: Von den wirklich wunderschönen National Parks, auf denen man campen kann, haben wir meist wenig gesehen, wenn wir abends ankamen, weil es manchmal schon stockfinster war. Und kalt war es dann auch. Mit einem Feuer, das man allerdings erst einmal entfachen muss, ging es besser, aber bis das an war, die Campingstühle und Weingläser wieder rausgeplundert, das Abendessen zubereitet und die Toilette (sofern es eine gab) gefunden, hatte ich meist schon gar keine Lust mehr, in drei Decken gehüllt draußen zu sitzen. Oder war einfach todmüde.

Kanada und ich, wir sind einfach nicht warm geworden miteinander. Wegen des Campers. Wegen des schweren Start des Lütten. Wegen der Zeit im Nacken, die sich schnell als zu kurz herausstellte. Wegen der Enttäuschung über Vancouver und Tofino (hat mir beides nicht so wahnsinnig gefallen). Wegen der kurzen Tage und kalten Nächte. Wegen der merkwürdigen Babygläschen im Supermarkt. Wegen der Campgrounds, die oft schon zum 1. Oktober schließen.

Lieber keine Elternzeit-Reise in Kanada?

Kurz gesagt: Es kamen viele grundlegende und ein paar kleine doofe Sachen zusammen, die mich in Summe nicht gerade glücklich auf diesen Urlaub zurückblicken lassen. Hätte ich bereits gewusst, wie das Leben im Camper so ist, wären wir zu einer anderen Reisezeit unterwegs gewesen, hätten wir mehr Zeit gehabt – es wäre vielleicht ganz anders gewesen. Das will ich ausdrücklich sagen, denn es ist nicht fair, solch eine Kanadareise per se zu verteufeln. Ganz bestimmt nicht. British Columbia ist wirklich ein Paradies für Naturliebhaber, nahezu jeder Trail ein Highlight und Campen im Hochsommer sicher ein geselliges Miteinander – mein Kanadaurlaub, er stand einfach unter keinem guten Stern. Kann passieren. Leider.

Dieser Beitrag ist daher kein „Macht bloß keine Elternzeit-Reise“-Beitrag. Er soll Euch nicht entmutigen, er soll Euch nur sensibilisieren. Und Euch trösten, sollte Eure Elternzeit-Reise auch nicht so traumhaft gewesen sein wie erhofft.

Unsere Route, Tipps und Top-Locations

So, und zum Abschluss gibt es noch einige Hinweise für Euch, die vielleicht bei der Planung solch einer Reise hilfreich sein können. Außerdem eine Handvoll Locations, an denen es uns besonders gut gefallen hat.

Unsere Route

Vancouver // mit der Fähre von Horseshoes Bay rüber nach Gibson und weiter nach Sechelt// Saltery Bay// mit der Fähre von Powell River nach Vancouver Island und weiter nach Parksville//Tofino// Lake Cowichan// Cultus Lake// Harrison Lake // Vancouver // Gibsons

Tipps für eine Kanadareise mit Baby

Der Buggy kann zuhause bleiben! Wir hatten den Fahrradanhänger mit, den wir nur einmal in Kanada bei einer Radtour benutzt haben. Ansonsten haben wir ihn nicht gebraucht. Unerlässlich ist hingegen ein Tragesystem.

Plätze im Flugzeug telefonisch reservieren! Bei der Online-Buchung unserer Flüge war es nicht möglich, das Baby separat einzubuchen und eine der babyfreundlichen Sitzreihen zu reservieren. Das mussten wir alles telefonisch erledigen und war insgesamt sehr sehr undurchsichtig. Man empfahl uns, auf jeden Fall sehr früh beim Check-In zu sein, um die gewünschten Plätze tatsächlich sicher zu haben. Am Ende hat alles prima geklappt, aber seid darauf gefasst, dass die Buchung mit Baby recht umständlich ist (Jedenfalls bei KLM und wenn das Baby keinen eignen Platz zahlt – was echt nicht notwendig ist).

Babynahrung mitnehmen! Ich persönlich fand das Angebot an Gläschen im Supermarkts ehr befremdlich. Und Milchpulver habe ich auch nicht in den Regalen entdeckt, so dass ich glücklich war, welches dabei zu haben. Wer noch stillt, hat echt die Nase vorn. Allen anderen empfehle ich, Babynahrung aus Deutschland mitzunehmen. Wenn Ihr Gläschen im Handgepäck dabei habt, wird das übrigens kontrolliert. Ebenso wie ein angefertigtes Fläschen. Also nicht ganz unten in den Rucksack stecken.

Öffnungszeiten der Campgrounds beachten! Am 1.  Oktober schließen zahlreiche Campgrounds. Wer vorher reist, hat also mehr Auswahl.

Analog statt digital! Hätten wir die dicken Wälzer mit Landkarten und eingezeichneten Campgrounds nicht gehabt, wären wir oft aufgeschmissen gewesen. WLAN gibt es selten, Empfang ist nicht immer gewährleistet. Infos auf Papier dabei zu haben, ist durchaus angesagt.

Plant Tagestouren mit Bedacht! Ein deutscher Kilometer ist kein kanadischer Kilometer – jedenfalls nicht, wenn man Wegstrecken plant. Eine Fahrt von 100 Kilometern dauert in British Columbia deutlich länger als wir es in Deutschland gewohnt sind. Und mit einem Camper ist man ja ohnehin langsamer unterwegs. Nehmt Euch pro Tag nicht zu viel vor, schließlich gibt es da ja auch noch das Baby mit seinen Essens- und Schlafenszeiten!

Camper ins Gibsons besorgen! Solltet Ihr an die Sunshine Coast und/ oder nach Vancouver Island reisen wollen, kann ich Euch den Verleihservice „Happy Holidays Motorhome“ empfehlen. Die zahlen übrigens auch die Taxifahrt vom Flughafen zur Fähre und zurück.

Schöne Trails in British Columbia

Lynn Canyon Park (North Vancouver)

Sandy Cove Trail (Harrison Lake)

Chapman Creek (Sunshine Coast)

Unsere liebsten Provincial Parks in British Columbia

Porpoise Bay (Sunshine Coast)

Saltery Bay (Sunshine Coast)

Rathrtrevor Beach (Vancouver Island)

Gordon Bay Provincial Park (Vancouver Island)

Hicks Lake (Harrison Lake, Achtung: Keine Duschen, keine WCs)

Meine liebste Gastronomie

 

Und den für mich wohltuendsten Ort fand ich am vorletzten Tag: das Café Bliss in Gibsons. Als ich dort saß, dem Personal beim Tun zuschaute und in leckere Backwaren biss, merkte ich eins: Ich brauche regelmäßig Infrastruktur, ein klein bißchen städtisches Gefühl und ein WLAN-Netz. Nicht den ganzen Urlaub, überhaupt nicht. Aber hin und wieder die Abgeschiedenheit und Natur zu verlassen, gewohnte Rituale aufnehmen und nicht improvisieren müssen – das brauche ich wirklich. So aufgeladen kann ich dann auch wieder irgendwo im Nirgendwo verschwinden, aber drei Wochen ohne so etwas – nein, da fehlt mir was.

So war sie also, unsere Elternzeit-Kanada-Reise. Ich bereue sie nicht, denn auch schwierige gemeinsame Erlebnisse sind gemeinsame Erlebnisse, würde sie mit dem Wissen von heute allerdings nicht noch einmal machen. Ich würde vermutlich weniger Zeitverschiebung anpeilen (Südafrika oder Skandinavien?!) oder in die Sonne nach Thailand oder Indonesien reisen, wo das nicht-krabbelnde Kind bequem im warmen Sand rumrollen kann. Hinterher ist man halt immer schlauer!

Was habt Ihr mit der gemeinsamen Elternzeit, sofern es eine gab, angestellt? Wart Ihr bewusst auf Reisen oder ganz bewusst nicht? Und wenn ihr gereist seid – wie ist es Euch ergangen? Bin neugierig auf Eure Erfahrungen! 

 

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

7 thoughts on “Elternzeit in Kanada. Oder auch: Manchmal kommt es anders als gewünscht

  1. Liebe Sandra, tausend Dank für diesen Einblick. Wir planen tatsächlich gerade eine Elternzeitreise nach Kanada bzw. denken immer mehr in diese Richtung. Da sind eure Erfahrungen Gold wert! Zum Glück wissen wir allerdings bereits, das Campen uns gut gefällt. Und auch die Reisezeit wäre eine andere. Trotzdem – tausend Dank für den Einblick!
    Liebste Grüße
    Laura

    1. Wenn Ihr Camping-erprobt seid, ist das doch schon mal eine super Voraussetzung. Wünsche Euch viel Spaß bei der PLanung und Umsetzung Eurer Idee!

  2. Hallo Sandra,
    Wir wollten die Elternzeit des Mannes auch für den ersten gemeinsamen Urlaub nutzen, haben uns aber bewusst gegen eine Flugreise entschieden. Auch, weil wir bis zum Flughafen schon mind. 2 Stunden unterwegs sind, das war uns alles zu viel. Somit waren wir im letzten Monat eine Woche auf Juist. Wir hatten eine kleine Ferienwohnung, die sehr schön, aber mit Baby und bei durchwachsenem Wetter doch sehr eng war.
    Es war schön, aber wir haben viel Zeit in der Wohnung verbracht, da wir dem Fräulein (inzwischen 8 Monate) ihren Rhythmus lassen wollten, das Wetter eben auch nicht optimal war und das Fräulein auch noch Fieber bekam. Das hatte ich mir auch schöner, romantischer, einfach anders vorgestellt.
    Es ist aber gut zu lesen, dass es nicht nur die Elternzeitreisen gibt, bei denen alles total super und völlig entspannt ist.
    Ganz liebe Grüße,
    Stephi

    1. Eine große Zeitverschiebung zu vermeiden ist keine schlechte Idee muss ich rückblickend sagen.
      Liebe Grüße zurück an Dich!

  3. Liebe Sandra,

    ich kann dich so gut verstehen und finde deinen Beitrag wirklich klasse, weil authentisch und ehrlich. Wir haben dieses Jahr ebenfalls eine dreiwöchtige Kanada-Reise gemacht, mit Flug ab Amsterdam, ebenfalls BC, jedoch mit Kleinkind (2 Jahre). Gerade die erste Woche war leider mehr als anstrengend die Stimmung war oft am Boden, Zickereien untereinander leider nicht die Seltenheit. Natürlich hat das auch mit dem Jetlag zu tun, aber ich hatte auch das Gefühl, dass die neue Umgebung, der so ganz andere Alltag und das ungewohnte „Wir drei ununterbrochen beieinander“ sehr viel dazu beitrug, dass unsere Tochter wie ausgewechselt war. So war sie beispielsweise bei jeglichen neuen Geräuschen, egal welcher Art total verängstigt und wollte nicht mehr vom Arm.
    Es wurde tatsächlich mit der zeit besser, aber es gab immer wieder schlechte Stimmungsphasen.

    Wir blicken aber mittlerweile dennoch vor allem positiv auf die Reise zurück, weil es eben auch einige wundervolle Momente gab. Aber es gleicht sich schon fast aus, schöne und eher nicht so schöne Momente.

    Liebe Grüße Hanna

    1. Liebe Hanna,

      da sprichst Du noch etwas an, was ich ebenfalls als ungewohnt und herausfordernd empfand: PLötzlich waren wir die ganze Zeit ununterbrochen zu dritt. Das erste Mal seit den wenigen Tagen im Wochenbett. Das ist in der Tat auch ein Punkt gewesen, der zu allem anderen noch hinzukam.

      Schön, dass Ihr trotzdem positiv auf die Reise zurückblicken könnt.

      Danke für den Einblick in Eure Kanada-Erfahrung und liebe Grüße!

  4. Liebe Sandra,
    jetzt kommentiere ich als eigentlich nur stille Mitleserin doch glatt zum zweiten mal.
    Wir gehören auch zu den im SZ-Artikel kritisieren Eltern. Ich kannte den Artikel vorher schon und weiß nicht so ganz, wie ich ihn finden soll. Aber das ist ein ganz anderes Thema…
    Es tut mir leid, dass eure Elternzeit nicht so war, wie ihr es euch erhofft hattet. Da kamen ja echt einige Dinge zusammen, schade.
    Ich traue mich kaum, es zu sagen, aber du hast ja nach unseren Erfahrungsberichten gefragt: Wir haben vier Wochen in Südafrika verbracht und es sehr genossen. Ich habe darüber auf meinem Foodblog berichtet, wenn du es lesen magst.
    Liebe Grüße
    Julia

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