So schmeckt der Herbst. Oder auch: Wo Ihr in Bremen Soulfood und Vitaminbomben bekommt

Anfang September – ich habe zum ersten Mal aufs Heizungsventil geschielt und einen dicken Schal umgebunden. Spätestens der Blick nach draußen beweist: Der Herbst ist da. Also ganz offiziell, denn inoffiziell hatten wir ja auch in den vergangenen Monaten das ein oder andere Mal Novemberfeeling hier in Bremen.

Mit dem Herbst wächst auch wieder die Lust,  in gemütlichen Cafés Chai Latte zu schlürfen oder den Bauch mit heißen Suppen zu füllen.  Ich hab daher mal überlegt, welche Orte in Bremen die gesündesten Waffen gegen die erste fette Erkältung haben und wo ich mir Soulfood besorge, wenn der Dauerregen mal wieder aufs Gemüt schlägt. Und das war mein Ergebnis:

HIER SCHMECKT DER HERBST IN BREMEN BESONDERS GUT

Onkel Bas Street Kitchen: PhỎ – Vietnamesische Reisnudelsuppe

Heiß, unglaublich lecker und auf Wunsch ordentlich scharf durch eine Extraportion Chili obendrauf ist die Reisnudelsuppe bei Onkel Bas in der Markthalle Acht. Für mich ein phantastisches Mittagessen: stärkend, wärmend und dennoch nicht zu schwer im Bauch.

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Café Marianne: Waffeln mit heißen Kirschen

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele das Café Marianne nicht kennen. Andereseits: mehr Platz und  Waffelteig für mich, höhö. Die Waffeln, die Euch bei Schietwetter bestimmt glücklich machen, gibt es mit verschiedenen Toppings und auf Wunsch auch vegan.

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Noras Deli: Grüner Smoothie

Ein grüner Smoothie gibt mir immer das Gefühl, meiner Gesundheit was Gutes zu tun. Mit dem gesunden Saft verdränge ich zudem die Gedanken, dass mehr Gemüse statt Schokolade und etwas häufiger Sport auch ne gute Vorbeugung gegen die nächste Grippe wären… aber, äh, lassen wir das. Bei Noras Deli auf dem Domshof-Markt gibt es meiner Ansicht nach einen phantastischen grünen Smoothie – und ganz viel Charme und gute Launde des Inhaberpärchens noch obendrauf.

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LEI: Salat / Chai Latte

Für mich eine der gemütlichsten Locations im Herbst und Winter ist das LEI. Vor allem, wenn man einen Platz an der großen Fensterfront erwischt und den feuchten Blättern beim Tanzem im Wind zuschauen kann, während man sich selbst mit frischem Bio-Essen von der regelmäßig wechselnden kleinen Karte stärkt. Wer Vitamine braucht, sollte einen der leckeren Salate bestellen, die eigentlich immer zu bekommen sind. Wer keinen Hunger, aber Durst auf ein Heißgetränk hat, dem empfehle ich den Chai Latte. Der ist nämlich zum Glück nicht so wahnsinnig süß wie in vielen anderen Cafés.

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Yellow Bird: Stulle de Lachs

Ne ordentliche Frühstücksstulle ist eine gute Grundlage für einen Schmuddeltag. Die Stulle de Lachs im Yellow Bird lässt dabei keine Wünsche offen: eine große Scheibe Vollkornbrot mit Frischkäse, Rührei, Lachs und Schnittlauch. Erinnert an Norwegen und verdient eigentlich, dass man danach auch in einen eiskalten See zum Schwimmen springt. Naja, hier in Bremen tut es vielleicht auch der engagierte Sprung in eine Pfütze…

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Maitre de St. Stefan: Pain au Chocolat

Ein richtiges Schokoladen-Croissant ist nicht hörnchenförmig, sondern rechteckig – jedenfalls wenn ich meinen schwachen Erinnerungen an meinen Frankreich-Austausch in der achten Klasse (mir fällt auf: ich sollte echt dringend mal wieder nach Frankreich) und den guten Erinnerungen an die französische Bäckerei, die sich nur wenige Meter von meiner Heidelberger WG befand, trauen kann. WIe auch immer: Das allerleckerste Pain au Chocolat bekommt ihr meiner Ansicht nach bei Maitre de St. Stefan. Hüftgold und Glückstaumel inklusive.

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Dean & David: Salat

In Sachen Salate ist für mich Dean & Davis auch immer einer verlässliche Adresse. Smoothies als Gesundheits-Booster und scharfe Currys zum Einheizen gibt´s ansonsten auch.

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Harbour Coffee: Horchata

Über die heiße Horchata (ungesüßte Erdmandelmilch, die ca. 24 Stunden mit Sternanis, Vanilleschoten und Zimtstangen verfeinert wird) habe ich Euch bereits im vergangenen Winter begeistert erzählt. Leider gibt es sie im Harbour Corner jetzt „nur“ noch instant angemischt und nicht mehr vollends selbst zubereitet. Schmeckt dennoch.

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Pressgut: Frisch gepresste Säfte

Lebendige Vitalstoffe, Enzyme und Anitioxidantien in Hülle und Fülle bekommt Ihr in der St.Jürgen-Strasse: Die Saftmanufaktur „pressgut“ versorgt Euch mit Gemüse und Obst zum Trinken. Heiße Suppen stehen ebenfalls oft auf der kleinen Karte.

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So, das sind sie also, meine Lieblingsorte, -speisen und -getränke für die grauen tristen Tage, von denen wir in den nächsten Wochen sicher so einige in Bremen zu überstehen haben. Und welche sind Eure? Habt Ihr noch Empfehlungen für mich?

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

8 thoughts on “So schmeckt der Herbst. Oder auch: Wo Ihr in Bremen Soulfood und Vitaminbomben bekommt

  1. Hallo Sandra,

    eine tolle Auflistung, das sind so ziemlich alle meine Lieblingsorte dabei. Ein Café fehlt meiner Meinung nach aber noch, gerade wenn in der Überschrift „Soul“ vorkommt. Seit ungefähr 4 Wochen gibt es nämlich im Viertel das Soul Café. Komplett vegan, sehr gemütlich und super lecker. Vielleicht schafft es der Laden ja in die nächste Auflistung? Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

    Beste Grüße
    Matthias

  2. Danke für die Tipps. Habe jetzt definitiv etwas abzuarbeiten. Interessant, dass nicht nur ein Stadtteil vertreten ist. In der Regel kennt man sich ja hauptsächlich in seinem Revier aus und dann vielleicht noch Innenstadtbereich. Auf alles von alleine gekommen oder auch wieder durch Mund-zu-Mund Propaganda?

    1. Naja, nach 10 Jahren in Bremen und regelmäßigen Mittagspausen- und Kaffee-Dates kennt man so einiges 😉 Schön, wenn für Dich noch etwas Neues dabei war!

  3. Vielleicht sollte jeder seine Lieblingsorte weiterempfehlen..
    Zum Thema Vitaminbombe / Soulfood / lecker Salat kann ich nicht anders. Da muss ich einfach mal das pressgut in der St. Jürgen Straße in die Runde werfen… Auch wenn es Werbung in eigener Sache ist….

    1. Oh, Thomas, da hast Du vollkommen recht. Das PressGut hab ich ganz vergessen – das gehört unbedingt in die Liste!!! Ergänze ich bei Gelegenheit.

  4. Liebe Sandra,
    tausend Dank für deine tollen Gastrotipps! Ich bin zwar gebürtige Bremerin, lebe aber seit viel zu vielen Jahren nicht mehr in meiner Heimat. Nach diversen Stationen im In- und Ausland kann ich mittlerweile jedoch guten Gewissens behaupten, dass die Lebensqualität in Bremen durchaus mit diversen „hippen“ Städten mithalten kann…
    Bei Besuchen mit und ohne Anhang (Mann + Zwillingsjungs) klappern wir jedenfalls nun glücklich deine Empfehlungen ab und staunen über die Vielfalt!
    Liebe Grüße,
    Kristina

    1. Liebe Kristina, ach, ich freue mich sehr über Deine Zeilen. Wie schön, dass ich Euch die Suche nach den neuen schönen Seiten Bremens verkürzen kann. Lasst es Euch ordentlich gut gehen!

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