Ohne den geht´s nicht

Ich hatte Euch ja versprochen, noch einmal ein Resümee in Sachen „Fastentage“ zu ziehen. Und Euch den wohl wichtigsten Begleiter in dieser Zeit vorzustellen. Dann will ich mein Versprechen mal halten!

Im Anschluss an fünf Tage ohne feste Nahrung gab es zwei Effekte, die ich wirklich bemerkenswert fand: Die zarteste Haut seit es Kindepopos gibt und ein deutlich geringeres Schlafbedürfnis. Während ich normalerweise ab 22 Uhr von Minute zu Minute müder werde und morgens um Sechs lange, wirklich seeeehr lange brauche, um als halbwegs wach bezeichnet werden zu können, war ich nach der Fastenzeit immer lange munter, gar nicht müde und morgens schon vor dem Wecker quietschfidel. Eine Kehrtwende, die eindrucksvoller nicht hätte sein können. So langsam lässt diese taufrische Leichtigkeit wieder nach – ein prägnantes Beispiel, wieviel Energie unser Körper bei der Verdauung benötigt und wie sehr die nächtliche Erholung davon abhängig ist, was wir tagsüber essen.

Und ja, meine Haut war butterweich. Im Gesicht ist es mir am deutlichsten aufgefallen, aber auch sonst… zart zart zart! Ich konnte die Finger gar nicht von mir lassen, so spektakulär fühlte sich das an. Auch dieser Effekt lässt aber langsam wieder nach, vermutlich, weil ich wieder deutlich weniger trinke. Notiz an mich: VERDAMMT NOCH EINS – TRINK WEITER UNMENGEN WASSER!

Es ist schon merkwürdig, wie diszipliniert man sein kann, wenn man sich für etwas wie Fasten entscheidet – und wie schnell man doch wieder in alte Marotten zurückfällt. Der Mensch ist dermaßen ein Gewohnheitstier, dass diese läppische Redewendung allein eigentlich gar nicht für das Phänomen ausreicht. Ein bißchen was beherzige ich aber nach wie vor: morgens ein paar Tassen Tee statt Kaffee, mehr Gemüse, Müsli zum Frühstück, häufiger als bislang laufen gehen, dreimal überlegen, ob das Stück Kuchen sein muss. Beim Kuchen lautet die Entscheidung am Ende leider in der Regel „Ja, das muss sein“… Heute hab ich mich äußerst vorbildlich verhalten und mir statt Mittagessen eine farbenfrohe Vitaminbombe gepresst. Womit wir schwuppdiwupp beim wohl wichtigsten Partner für eine Fastenwoche sind: Ihr braucht eine verlässliche Saftpresse. Denn ohne die wird dies folgende Verwandlung nur mit mit Mühen möglich:

Ich hatte keine Saftpresse. Ich hab nichtmal einen Küchenmixer. Was also tun, grübelte ich. Ein teures Gerät kaufen, ohne zu wissen, ob ich daran langfristig Gefallen finde? Ein simple Variante, die allerdings nicht so gute Säfte hervorbringt? Das Gerät meiner Eltern, das irgendwo im Mittelfeld rangiert, ausleihen? Oder einen Hersteller fragen, ob ich ein Gerät testen kann? Das tat ich dann tatsächlich. Die Firma Keimling willigte unkompliziert und spontan an, nur eine Woche später stand eine ihrer besten Saftpressen in meiner Küche.

Dafür herzlichen Dank! Denn der Green Star Elite trägt seinen Namen meiner Meinung nach zurecht. Wenn man ihn entsprechend einstellt, verwandelt er Salat, Obst und Gemüse nahezu restlos in Saft. Ich habe ganz oft erstaunt in den Auffangbehälter geschaut: „Was, das ist alles?“ Kaum Abfall blieb übrig, der Trester oft fast leer. Wirklich toll. Nur zwei Aspekte bereiteten ein bißchen Schwierigkeiten: Das Gerät ist recht groß und beansprucht viel Abstellfläche. Obwohl unsere Küche nicht klein ist, würden wir keinen dauerhaften Stellplatz übrig haben. Wer hingegen verhältnismäßig große Flächen zur Verfügung hat, braucht sich darum keine Gedanken machen. Etwas schwierig war auch die Reinigung des Gerätes – allerdings lediglich an einer Stellen, wo zwei Schrauben für jeweils schlecht erreichbare Ecken sorgen. Alle anderen Teile können ratzfatz unter fließendem Wasser gereinigt werden. Ich würde vermuten, da sind andere Geräte deutlich komplizierter. Man merkte bei unserem Gerät durchaus, dass es aus gutem Material besteht und gut verarbeitet ist. Wenn jetzt noch eine Lösung für die ungeschickt montierten zwei Schrauben gefunden wird, ist die Reinigung ein Klacks! Und wie gesagt: Die Säfte – und um die geht es ja – sind großartig. Wenn die nicht gesund halten, dann weiß ich auch nicht.

Das Gerät wandert nun leider zurück an den Hersteller und ich arbeite bis zum nächsten Frühjahr daran, meine Ernährung weiterhin hier und da zu verbessern. Und nächstes Jahr werde ich dann sicher wieder fasten – denn die recht akzeptablen Strapazen werden wirklich mit einem guten Körpergefühl belohnt. Kilos purzeln außerdem, allerdings sind die auch recht schnell wieder da, wo sie vorher waren. Ein bisschen was kann man aber retten.

Vielleicht habt Ihr auch Lust bekommen, Eurem Körper mal eine Verschnaufpause zu gönnen? Die langen Wochenenden eignen sich als Einstiegstage ziemlich gut. Überlegt´s Euch doch einfach mal. Solltet ihr konkrete Fragen zur Durchführung haben, könnt Ihr Euch gern melden!

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

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