Bitte den Mund halten. Bitte!

Okay, langsam wird es unheimlich. Heute wieder mit einem Thema in der Presse gewesen UND außerdem kam eine Vertreterin der hiesige Tageszeitung auch zu einer Aktion, die wir heute mit einem Kooperationpartner umgesetzt haben. Montag sind wir also gleich zweimal im Gedruckten auf dem Frühstückstisch vertreten. Läuft wie geschnitten Brot – spooky und gut zugleich.

Allerdings möchte ich nicht wissen, was genau im Artikel, der sich auf heute Nachmittag bezieht, steht. Denn mit der Kommunikation für ein Unternehmen / eine Einrichtungen / einen Verband / eine Parte / whatever ist das ja so eine Sache: Die einen können´s, die anderen nicht. Ich möchte nicht behaupten, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe und in jeder Situation alles richtig mache, aber das kleine 1×1 beherrsche ich dann schon im Schlaf. Ist nämlich auch kein besonderes Hexenwerk: sich vor einem Termin überlegen, welche Aspekte und Botschaften man später in der Zeitung lesen möchte, und Gespräche dementsprechend führen (wohlgemerkt nicht manipulieren – zu der Gattung gehöre ich nicht). Und zwar möglichst klar, ohne zuviele Details rechts und links. Die wichtigsten Daten und Fakten unmissverständlich darstellen und die Aufmerksamkeit auf das lenken, was wichtig und dem Unternehmen nützlich ist. Das klappt natürlich nicht immer wie aus dem Lehrbuch, aber als Leitlinie sorgt das durchaus dafür, das am Ende alle zufrieden sind: Journalist, Pressesprecher und Leser.

Doch was nützt es mir, wenn ich das professionell intus habe, der Kooperationpartner aber nicht? Wenn der plötzlich in einen 15-minütigen Redeschwall verfällt, in dem er völlig aus den Augen verliert, weshalb man eigentlich gerade an dem Ort ist, wo man ist, sondern statt dessen ungefiltert seine persönliche Meinung kundtut, die dummerweise dem Unternehmen, für das er da ist, auch noch schadet? Wenn die Person vom Hölzchen aufs Stöckchen kommt, völlig kontraproduktiv dahinschnattert und mir keine Möglichkeit läßt, mal dazwischen zu gehen? Wenn man besorgt festellen muss, dass die Redakteurin den ganzen Kram, der überhaupt nichts mehr mit der Aktion zu tun hat, mitschreibt? Das habe ich in dieser extremen Form noch nicht erelebt. Und ich bin wirklich angefasst deswegen und werde das noch mal zur Sprache bringen. Doch was soll man vor der Journalistin tun? Man kann kaum sagen „Komm doch bitte mal zurück zu Thema“. Das kann man lediglich nonverbal durch zunehmend finstere Miene zum Ausdruck bringen. War in diesem Fall allerdings auch erfolglos.

Mal sehen, was ich Montag lese. Wenn meine verzweifelten Versuche, das Ganze in die richtige Richtung zu lenken, geklappt haben, wäre ich froh. Alles andere würde mich noch ein bißchen saurer machen!

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

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