Nehmen, betrachten. Befragen, entscheiden. Behalten, entsorgen.
45 Quadratmeter Hab und Gut. Darunter einiges an Zeug, nutzlos, aber voller Erinnerungen. Geschenke. Handgeschriebenes. Erspartes. Souvenirs. Spuren eines 31jährigen Lebens, eines sechsjährigen Studiums, mehrjähriger Beziehungen. Klamotten. Bücher. Kerzen. Tassen. Kosmetik. Fotos. Kalender. Bügeleisen. Bügelbrett. Wärmflaschen. Gewürze. Bestecke. Kleiderbügel. Saunatasche. Sportschuhe. Schwimmbrille. Putzutensilien. Balkonstühle. Übertöpfe. Schreibtisch. Klavier. Mäntel. Altpapier. Dokumente. Vorhänge. Etc. Etc. Diese 45 Quadratmeter sind eine Matrjoschka – es kommt immer noch etwas aus ihnen heraus. Und noch was. Und noch was.
Was ich habe und was ich brauche sind zweierlei. Ich habe einiges, was ich brauche. Einiges was ich nicht brauche, habe ich aber auch. Gibt es etwas, das ich brauche, aber noch nicht habe? Also wirklich brauche? Noch ein Haushaltsgerät, noch eine Nagellackfarbe, noch einen Teelichthalter, noch einen Schal? Ich brauche eine neue Jeans. Die brauche ich wirklich. Aber sonst? Fehlt etwas?
Es ist ziemlich viel Kram, der sich anhäuft. Selbst bei mir, die Nippes gar nichts erst ins Haus lässt. Einiges wurde aussortiert. Vieles sogar. Die Kartons wandern nun nach und nach auf die andere Seite der Weser. Und ich bin fest entschlossen, da noch mal strenger auszumisten. Um mehr Platz für Gedanken und Kreativität zu lassen. Gibt es etwas Schöneres, als ein weißes Blatt Papier auf einem leeren Tisch? Raum zu haben, für Konzentration und einen freien Geist?
Der Umzug ist eine Chance auf mehr Wesentliches.
Weise, wahre Worte.
Ich kann mich von alten Sachen schwer trennen, weil sie mit schönen Erinnerungen verbunden sind. Vielleicht sollte ich mal das Buch Simplfy your life lesen… Das ist ein guter Vorsatz für 2012. 😉