Bolzende Kinder auf dem Fußballplatz. Dahinter die Ostsee. Der Duft von Heu und Pferdeäpfeln streift hier und da die Nase, drinnen, in der Kochnische, sprudelt das Spaghettiwasser. Es ist Zeit hineinzugehen, die Herdplatte runterzudrehen und eine Strickjacke aus dem Schrank zu holen. Die Küstenluft kühlt unmerklich und plötzlich ab, innerhalb von Minuten, kaum, dass die Sonne auch ihre letzten Strahlen durch die Baumkrone geschickt hat. Die Terrasse liegt nun im Schatten, die Haut fröstelt. Es wird langsam dunkel. Erst einmal warme Nudeln in den Bauch, später knisternde Hitze am Lagerfeuer. Im Stall höre ich Pferde wiehern.
… So stelle ich ihn mir vor, irgendeinen der drei Abende, die ich nur wenige hundert Meter von der Ostsee entfernt noch in diesem Monat verbringen werde. Spontane Entscheidungen sind häufig gute Entscheidungen. Und daher haben der Liebste und ich für uns und die Kids einen kindertauglichen Kurzurlaub an der Küste gebucht. In einer familiär geführten Ferienidylle, wo Katz und Maus, aber auch Pferd, Hase und Ziege sich gute Nacht sagen.
Ich freu mich sehr. Gestern noch die hartnäckige Erlebnislust festgestellt, heute neue Erlebnisse in Sichtweite platziert. So soll es sein! Er werden keine riesigen Abenteuer, aber egal. Hauptsache eine unbekannte Landschaft, neue Ideen, andere Möglichkeiten. Und einen anschließenden Besuch bei J. in Flensburg gibt es abschließend noch on top. Yes!
Da ist nur eine Kleinigkeit, die es noch zu klären gibt: Ob mein Chef wohl den Urlaubsantrag unterschreibt?