Kaiser Chiefs: "The future is medieval"

Es steht im Plattenladen, das neue Album der Kaiser Chiefs. Eigentlich wollte ich es mir gestern als Belohnung für meinen ersten tag im neuen Job kaufen, habe es dann aber vor lauter neuer Eindrücke vollkommen vergessen. Wohl dem, der einen aufmerksamen Freund hat. Denn der zaubert dann unverhofft die begehrte CD aus der Einkaufstasche, während man selbst gerade migränegeplagt am Küchentisch hockt. Große Freude! Über die CD. Und über die liebevolle Geste.

Ja, was soll ich zu dem vierten Kaiser Chiefs-Album sagen? Meiner Ansicht nach geht der Trend nach unten, den ich schon bei „Yours truly, angry mob“ leicht wahrgenommen habe, weiter. Ihr Stil ist unverkennbar geblieben, allerdings sind die Stücke überwiegend wenig mitreißend. Es müssen ja nicht typische Mitgröhl-Songs wie „Ruby“ sein. Den mochte ich zwar auch immer mal gern hören, aber er war nicht so wahnsinnig raffiniert. aber „Never miss a beat, „Oh my god„, „The Angy Mob„, „Like it too much“, „Good days, bad days“ und nicht zuletzt „Everyday I love you less and less“ – das waren die energiegeladenen Stücke, für die ich die Band immer so sehr mochte. Bei denen ich jedes Mal, wenn ich sie höre, mitwippe und die Live-Versionen der Konzerte vor Augen und im Ohr habe. Wo ich noch genau weiß, wie ich zu den Lieder abgefeiert habe.

Solche Stücke fehlen mir auf „The Futur is medieval.“ Schade. Vielleicht habe ich mich in den letzten vier Jahren einfach auch zu sehr auf neue Lieder von den Kaiser Chiefs gefreut, so dass ich jetzt besonders enttäuscht bin. Aber sie ziehen mich einfach nicht mit.

Trotzdem werden ich wohl traditionsgemäß eines der anstehenden Konzerte besuchen – und mich da dann auf die alten Stücke freuen. Die Konzerte der letzten drei Touren haben viel Spaß gemacht.



Montag, 14.11.2011: München / Backstage Werk
Donnerstag, 17.11.2011: Dresden / Alter Schlachthof
Donnerstag, 24.11.2011: Berlin / Huxleys Neue Welt
Freitag, 25.11.2011: Hamburg / Docks
Sonntag, 27.11.2011: Köln / Live Music Hall

Apropos „Ruby“: Bei Radio Bremen Vier hängt im Gästewartebereich das hier:

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

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