Ein Hauch von Frühling. Oder auch: Das Sonntagsfrühstück im Canova ist einfach klasse!

Frische Blumen. Viele frische Blumen! Auf den Tischen, auf dem Tresen, auf der Toilette, auf der Treppe zum Raum für geschlossene Gesellschaften. Das Canova zaubert schon jetzt einen Hauch von Frühling in seine Raum, auch wenn sich vor dem Fenster noch immer das kalte Februargrau zeigt. Wohltuend fürs Auge, Sehnsucht schürend für die vom Winter müde gewordenen Antriebskraft.

Frisch, gekonnt zusammengestellte Blumenarrangements sind für mich in Cafés und Restaurants immer ein gutes Zeichen. Ich habe es selten erlebt, dass Betreiber, die sich bei der floralen Einrichtung Mühe geben, bei der Auswahl an Speisen und Getränken vertun. Wenn ich mich recht entsinne dann sogar nie. Und so wundert es mich auch nicht, dass mich das Canova am gestrigen Sonntag wieder einmal voll überzeugt hat. Es war nicht mein erster Besuch im Restaurant an der Kunsthalle Bremen, aber seit dem letzten war doch einige Zeit vergangen. Daher hatte ich mich bereits seit Tagen außerordentlich darauf gefreut, einen kalten Wochenend-Tag mit einem leckeren Start in guter Gesellschaft zu verbringen.

Die gute Gesellschaft kam in Form eines Duzend Bremer Bloggern daher: statt des traditionellen monatlichen Stammtisches am Mittwochabend im Schlachthof trafen wir Nordblogger uns endlich mal wieder zum Frühstücken. Für mich die meist besser zu realisierende Variante, die ich zudem auch lieber habe. (In diesem Sinne, Mädels und Quoten-Jungs: Lasst uns das öfter machen!)

Für das leibliche Wohl sorgte das regionale und saisonal bestückte (Bio-)Büffet, das Bekanntes in besonders hoher Qualität und Seltenes in raffinierter Zusammenstellung bot. Salami vom Bentheiemr Schwein? Schon oft gehört, bislang nicht gegessen. Was war die lecker. Grünkohlmarmelade? Hab ich mich nicht drangetraut, aber passt natürlich aktuell super. Mein Highlight war mal wieder ein Käsebrot: Denn wenn der frisch abgeschnittene Hartkäse phantastisch und das noch leicht warme Vollkorn-Brot noch phantastischer ist, dann wird aus einer schnöden Stulle ein Gaumenfreude. Isso.

Garnelensalat, Joghurt, Nüsse, Rührei mit Speck (Eierspeisen auf Bestellung), Obst, Pannacotta, Lachs, Tomate-Mozzarella im Glas, Avocado, Antipasti… ach, es gibt beim Sonntagabrunch im Canova so vieles.

Und – für die Eltern unter Euch – es gibt auch einen Wickeltisch, Hochstühle und ausreichend Platz, einen Kinderwagen im Innenraum abzustellen. Die Akustik ist ebenfalls sehr elternfreundlich: nicht laut, aber doch eine ausreichend Musik-und Geräuschkulisse, dass es nicht auffallen würde, wenn da zum zigsten Mal ein Löffel runterfällt oder Zwergnase extrem grummelig drauf ist. Für mich ein echter Geheimtipp für ein Frühstück mit Kind – und Spielsachen müsst Ihr selbst mitbringen. Jedenfalls habe ich nichts dergleichen entdecken können.

Das Sonntagsfrühstück im Canova ist mit 26,90 Euro auf den ersten blick kein Schnäppchen, aber mit Blick auf die Qualität, den wirklich aufmerksamen Service und die beinhalteten Heißgetränke (auch Milchkaffee & Co.) mehr als gerechtfertigt. ZU bekommen ist es von 10 Uhr bis 14 Uhr.

Montags bis samstags gibt es Frühstück von der Karte. Auf der Website des Canova könnt Ihr einen Blick in die Auswahl riskieren. Und solltet Ihr morgens nie großen Hunger verspüren, schaut einfach zum Abendessen vorbei. Kann ich auch sehr empfehlen.

Wer stimmt mir zu? Wer widerspricht? Wer hat noch andere tolle Sonntagsbüffets im Angebot? Immer her mit Euren Erfahrungen!

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

2 thoughts on “Ein Hauch von Frühling. Oder auch: Das Sonntagsfrühstück im Canova ist einfach klasse!

  1. Klingt super. Zwar ein stolzer Preis – aber das scheint sich ja aktuell so einzuschleichen – Wohnküche am Decih, Emma am See – ähnlich teuer. Trotzdem klingt es sehr lecker und gemütlich – das müssen wir wohl mal testen. 🙂

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