Der Lütte feiert am Osterdeich. Oder auch: So kleinkindfreundlich ist die Breminale

Breminaleee, wohoooo! Den Bremern unter Euch muss ich nicht sagen, wie herrlich diese Zeit am Osterdeich ist.  Alle anderen von Euch stellen sich einfach mal eine riesige Freiluftparty am Wasser mit Konfetti unter den Füßen, zig unterschiedlichen Konzerten,  einer Rollschuh-Disko, kreativ zusammengezimmerten Bühnen und tausenden gutgelaunten ferierwütigen Menschen (vorwiegend aus der Kategorie Turnbeutel und Sneaker) vor.

Das kostenlose Festival an der Weser ist für uns Einheimische jedes Jahr ein Highlight und ich wünsche mir nichts sehnlich, als dass die Organisatoren auch die nächsten 30 Jahre die Unterstützung der Sponsoren bekommen, die sie brauchen – damit der Lütte, wenn er junger Erwachsener ist, diese Event auch noch in vollen Zügen genießen kann.

Breminale-Boy von Anfang an

Bis dahin ist es noch ein Weilchen, aber das heißt nicht, dass das Festival bis dahin an ihm vorübergeht. Nein, ganz im Gegenteil! Erste Breminale-Luft hat er schon geschnuppert, sowohl dieses Jahr als auch schon im vergangenen. Damals, erst 5 Monate alt, war es nur eine Stippvisite: Ich saß gemeinsam mit einer anderen Neu-Mama und ihrer Tochter am rosa Container in der Sonne, hab einen der besten Burger überhaupt (kulinarischer Tipp an Euch: hin da und probieren) verputzt und es genossen, auch in dieser noch recht anstrengenden Zeit ein klein bißchen des Festivalstrubels mitzubekommen.

In diesem Jahr war der Lütte nun  laufend zwischen den Zelten unterwegs – und das hat ihm sichtlich gefallen. Gestartet sind wir ganz zufällig hinter der Kunsthalle, der sich sofort als der Treffpunkt schlechthin für Familien herausstellte. Seifenblasen flogen durch die Luft, Kinder eroberten einen Kletterparcours und bastelten an diversen Ständen, Florian Müller versorgte uns bei einer selbstgemachten Limo mit Kinderliedern. Die Kinderwiese ist am Nachmittag eine echt gute Adresse. Was es dort zu erleben gibt, findet Ihr auch hier in der Übersicht zum Kinderprogramm.

Wir sind dann weiter an die Weser und einfach etwas umhergestreunert. Wir saßen mit Handbrot im Gras, wir teilten uns mit dem Lütten ein Eis, wir beobachteten das Treiben am „Spenden-ZOB-Bahnhof“. Es gibt so verdammt viel zu gucken für Kleinkinder: andere Kinder, flatternde Wimpelketten, bunte Wände, skurille Sitzgelegenheiten, tanzende Menschen… Der Lütte hatte echt Spaß.

Eltern von U3-Kinder, die mit der Frage hadern, ob sie mit ihrem Kind auf die Breminale gehen, rufe ich daher ein ermutigendes „UNBEDINGT!“ entgegen. Zumal ihr Euch da in bester Gesellschaft von vielen anderen Baby- und Kleinkindeltern befindet. Es wird gestillt, getragen und geschoben, wohin man nur schaut. Und das alles im bunten Breminale-Treiben, ohne dass es jemanden auch nur annähernd stört.

Tipps für Euren Breminale-Besuch mit Kleinkind

Vier Empfehlungen gebe ich Euch noch eben mit auf den Weg, falls Ihr heute oder morgen mit Euren Knirpsen zur Breminale startet:

  1. Tragesystem ist die beste Wahl, um mit Kleinkind über die Breminale zu schlendern. Ist das aus irgendeinem Grund nicht möglich, sind Fahrradanhänger für das Gelände auch super geeignet.
  2. Plant Euren Besuch am besten so, dass Ihr gegen 18 Uhr wieder aufbrecht. Ab diesem Zeitpunkt wird es zunehmend stressiger, mit Kind an der Hand oder Anhänger vor sich über das Gelände zu kommen.
  3. Die Trinkflasche ist leer? Dann füllt sie einfach kostenfrei am Stand der swb (Höhe Café Sand-Fähre) auf. Dort gibt es Wasser satt.
  4. Steckt drei Euro in Münzen ein und sichert Euch eine schöne Erinnerung an den gemeinsamen Besuch: Am Spendenbus steht ein Fotoautomat. Ich bin untröstlich, dass er bei meinem Besuch mit dem Lütten gerade außer Betrieb war – wäre ein toller Fotostreifen fürs Fotoalbum gewesen.

Und für den Fall, dass Ihr auf den Geschmack kommt, mit Kind und Kegel ein Festival zu genießen: In gut vier Wochen startet das familienfreundliche Festival A Summer´s Tale.

Happy weekend, Ihr Lieben!

 

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

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