Ein Sonntagnachmittag im Juni. Wer will da schon ins Freibad, Eis essen oder eine Radtour machen? Niemand, der in Bremen wohnt, denn hier ist Herbst. Stürmisches Regenwetter vor dem Fenster, Kakaolaune auf dem Sofa. Was also tun? Man reist zurück in die Kindheitstage und geht ins Kino. 15 Uhr-Vorstellung. Merke: Die Schlange aus Eltern plus achtjährigen Kung Fu Panda 2-Anhängern ist deutlich länger als die für die Hollywood-Schmonzetten am Samstagabend.
Ein lang gestellte Frage erhielt heute Nachmittag auf unterhaltsame Weise ihre Antwort: Das Geheimnis der Liebe ist schlicht und ergreifend, dass man zur gleichen Zeit am gleichen Ort ist. So platt, wie diese Erkenntnis klingt, war „Die Relativitätstheorie der Liebe“ glücklicherweise nicht. Nein, es war ein amüsanter Film mit charmanten, überzeichneten Beziehungsgeschichten, in deren Rollen Katja Riemann und Olli Dietrich wirklich brillierten. Gerade der Riemann hätte ich so viel Selbstironie gar nicht zugetraut. Daumen hoch. Die Berliner Episoden werfen dezent die großen Fragen de Liebesleben auf: Was tue ich, wenn mein Gegenüber mir fremd geworden ist? Wie schaffe ich es, mich zu öffnen, wenn ich doch schon einmal enttäuscht wurde? Kann ich dem anderen Vertrauen, dass er wirklich mich und nicht vielleicht seinen Vorteil will? Gelungene Kinounterhaltung, wie sie zu einem trüben Regentag passt.



In München war auch Herbstwetter. Ich war in der Sauna. Auch mal toll im eigentlichen Sommer.
Oh ja, das ist ähnlich herbstlich. Obwohl ich ja auch im Sommer regelmäßig saunieren gehen… 😉