Kaffee.

Morgens um 10 Uhr in der Sonne sitzen, Milchkaffee trinken, Weser Kurier lesen, ein warmes Croissant essen und Leuten vor´n Arsch schauen… pardon… Passanten beim Flanieren zuschauen – herrlich! Es war eine gute Entscheidung, das Frühstück in die Stadt zu verlegen. Obwohl, was blieb mir auch anderes übrig in Ermangelung von Brot und Müsli in meinen eigenen vier Wänden? Anyway, es tat gut, mir das zu gönnen. Die Bonuskarte ist nun auch abgestempelt, den nächsten Kaffee gibt´s also umsonst. An dieser Stelle breche ich mal eine Lanze für den Star Coffee am Brill: Der ist viel netter als der touristenüberlaufene Starbucks. Starbucks konnte ich noch nie richtig leiden. Als ich erstmals in einem saß, damals in Heidelberg, fand ich es für ein paar Wochen irgendwie großstädtisch und gleichermaßen gemütlich. Inzwischen finde ich Starbucks nur noch teuer und einfallslos. Aber viele Leute schwören drauf und geben Tag für Tag geschätzte 4 Euro dafür aus, um ein Fake-New-York-Gefühl über den Marktplatz von Bremen zu tragen. 4 Euro für eine Zeitschrift, einen Schwimmbadbesuch oder eine Flasche Wein finden die meist zu teuer. Aber für einen Pappbecher voll Kaffee, Starbucks-Kaffee wohlgemerkt, legen sie das auf den Tisch.

Schon irre, wie sich die Kaffeekultur in Deutschland gewandelt hat. Mit Filterkaffee bin ich groß geworden, doch dann eroberten die italienischen Espressomaschinen und (amerikanischen) Coffeeshops unsere Städte. So vor rund 10 Jahren – kommt das hin? Ich musste sehr schmunzeln, als ich in Heidelberg an dem Fenster einer Kneipe mal den Hinweis „Kaffee zum Sitzen“ sah. Coffee to go war damals extrem angesagt. Und ist es noch.

Ich brauche Milch in meinem Kaffee. Viel Milch. Selbst mein halbes Jahr Italien konnte daran nichts ändern. Kaffee pur ist mir zu extrem, ein caffè macchiato konnte ich trotz Milchanteil in Bologna kaum runterkriegen. Ich habe es immer mal wieder probiert, aber es war und ist mir einfach zu bitter.

Ich merke gerade, dass ich es privat gut getroffen habe: Mein deutscher Freund hat eine italienische Kaffeemaschine, und die espressi daraus verlängert er mir immer ausreichend mit warmer Milch. Und sitzen darf ich auch…

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

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