Es war Sommer

live von Balkonien

Ich bin in bißchen selig. Selig ist anders als zufrieden. Besser. Selig heißt für mich, im Moment zu sein. Im Moment fühlt sich alles ziemlich gut an. In erster Linie, weil ich endlich mal nach 22 Uhr draußen sein kann, ohne zu frieren. So, wie es bis vor einigen Jahren immer im Juli war.

Ich erinnere mich an unseren Rasensprenger und meinen Badeanzug. Damals, in den 80ern und 90ern. Damals, als mein Vater irgendwann zwischen18 Uhr und 19 Uhr auf en Fingern pfiff, um mich an die Gartenpforte zu holen. Wo er mir dann ein Salami- oder Käsebrot in die schmutzigen Hände drückte, mit dem ich dann nochmal für ein, zwei Stunden verschwand. Sommer mit meinen Freunden eben. Auf Bäume klettern und Detektiv spielen. Und eben durch den Rasensprenger hüpfen. Dabei versuchen, möglichst wenig Wasser abzubekommen. Auf der Suche nach Erfrischung, die nicht nass macht.

Später dann mit meinem Hund neben dem Fahrrad durch die Felder zum Kiessee. Des Hundes Ohren waren das einzige, was zu sehen war, wenn er durch den Weizen sprang. Was er beim Umherspringen suchte, wußte er vermutlich selbst nicht. Ich im Rasensprenger auch nicht.

Es war eben Sommer!

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

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