Der Liebste kauft gerade einen Weihnachtsbaum. Oder besser gesagt: Er irrt durch die Stadt, um eine Tanne zu finden, von der er glaubt, dass sie mir gefallen könnte.
„Wollen wir die nicht lieber zusammen kaufen?“
Das war keine Frage, das war ein flehender Hilferuf. In seinen Augen: Angst! Naja, vielleicht keine Angst, aber zumindest Respekt vor der Aufgabe.
„Das machst Du schon. Ich mein, schau halt nach einem einigermaßen fülligen Exemplar mit maximal zwei Metern.“
„ZWEI METER?“
„Naja, so wie die Balkontür eben.“
„Hmmm. Aha.“
Auf seiner Stirn hingegen stand eher so was wie „Siehste, da fängt´s doch schon an. Zwei Meter. Ich hatte niemals geahnt, dass er so groß sein soll. Hilfe! Komm bloß mit!!!“
„Und bitte mit nicht allzu hellgrünen Nadeln. Eher dunkelgrün.“
„–“
Der Liebste spulte vor seinem geistigen Auge sämtliche Grüntöne ab, die zwischen hell- und dunkelgrün so vorkommen. Und sieht nur eine Farbe: Grün. Ist grün nicht gleich grün, sinniert er. Glaube ich zumindest.
Nach weiteren Hinweisen zum Wuchs, zum Preis und zum allgemeinen Gesamtbild ist er dann mutig losgezogen. Allein. Nur mit der gefühlten Verantwortung auf den Schultern, dass dieser Gang über Erfolg oder Misserfolg des ganzen Weihnachtsfestes entscheiden wird. Ist er nicht ein Held?
Ob er wohl zurückkehrt?
Ohh, bitte bitte können wir dann ein Bild von dem Prachtstück sehen?
Grüße
Auf jeden Fall 🙂
Der Liebste ist ein Held und er wird den schönsten Baum nach Hause bringen. Du hast ihn ja entsprechend gebrieft. 😉