D wie Düsseldorfer Doublette

Wenn Sylt aufs Festland kommt, hat das für mich einen fahlen Beigeschmack. Ich mag es nicht, dass Gosch überall ist. In Bahnhofsecken und Einkaufspassagen größerer deutscher Städte – der Fisch guckt aus zahlreichen Festland-Vitrinen. Irgendwie entzaubert das. Ist es nicht das Schöne an Lieblingsurlaubsorten, dass man dort auch immer Restaurants oder Cafés hat, die es eben nur dort gibt? Auf die man sich beim Kofferpacken schon freut? Wo man frühzeitig einen Tisch reserviert hat, um den kulinarischen Genuss am Ende nicht noch zu verpassen? Mir geht das so.

Deshalb habe ich auch mit gemischten Gefühlen reagiert, als ich vom neuen Sansibar-Standort in Düsseldorf hörte. Breuninger holt die Sansibar in den neuen Kö-Bogen. Das wird funktionieren, keine Frage. Die Sylt-Liebhaber und die, die aus Prinzip zeigen wollen, dass sie in den Restaurants mit vermeintlichem Promi-Flair zuhause sind, werden dafür sorgen, dass die Tische besetzt sind. Für mich persönlich bedeutet die Düsseldorfer Doublette aber die oben genannte Entzauberung. Ich hoffe daher sehr, dass es bei diesem einen Ableger bleibt. Es ist schon einer zu viel!

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.