So wird mir Eimsbüttel zum Verhängnis

Mittagspausen sind gefährlich. Es gibt ja viele Varianten, wie man als Büromensch diese freie Zeit verbringen kann: in der Kantine, an der frischen Luft, allein beim Italiener mit Mittagstisch oder mit Brötchen am Schreibtisch. Wie man die Zeit verbringt hängt aber vor allem davon ab, was sich rund ums eigene Büro befindet. Gibt´s da nur Dönerbuden und 1 Euro-Shops, ist die Versuchung, die Mittagspause mit Flanieren, Stöbern und Schlemmen vor der Tür zu verbringen, gering. Das weiß ich nur allzu gut, denn das habe ich schon erlebt. Ich kenne aber auch das Gegenteil: direkt im Herzen von Bremen zu arbeiten und in wenigen Schritten auf dem Wochenmarkt, bei Karstadt, beim Bürgeramt, bei der Reinigung oder beim Lieblingsasiaten zu sein. Das war praktisch, aber auch ein wenig stressig, denn irgendwas hat man dann immer erledigt – wie all die anderen Menschen, die in der Innenstadt fleißig sind. Ziemlich viel Trubel.

Jetzt aber könnten meine Mittagspausen vor allem eins werden: teuer. Denn nun sitze ich in Eimsbüttel, nur wenige Meter zum Eppendorfer Weg entfernt. Und auch ins Schanzenviertel ist es nicht weit. Wer die Gegend kennt, weiß, wie viele Verlockungen in Form von Boutiquen, Einrichungsgeschäften, leckeren Gastronomien und Shops mit wunderbaren Kleinigkeiten dort warten. Wenn man Zerstreuung von den Arbeitsdingen sucht, dann findet man die dort auf jeden Fall. Aber eben nicht nur Zerstreuung, sondern auch vieles, was man am liebsten sofort mit nach Hause nehmen möchte. Gefährlich, gefährlich!

Bislang halte ich mich wacker, doch in einem Laden fällt es mir besonders schwer. So schwer, dass ich zuletzt schwach geworden bin. Willkommen bei Inga em.

Klein, aber fein – das trifft für den Shop von Inga em in Eimsbüttel voll zu. Nur ein Raum erwartet Euch, an zwei Wänden Kleiderstangen voller außergewöhnlicher Stücke, ein paar Vitrinen voller wunderschöner Accessoires und dazwischen Gürtel, Tücher, Mützen und Taschen. Was Frau eben zum Glücklichsein braucht.

Die Preise sind keine Schnäppchen, aber dafür kommen die Sachen eben auch nicht aus kleinen indischen Kinderhänden, sondern von einer echten Hamburgerin, von Inga Meister. Somit sind alle Stücke nur in geringer Auflage zu haben und stets erwartet die Kunden etwas Neues. So wie mich in der vergangenen Woche: die Armbänder aus weichem Leder mit Anker waren gerade erst eingetroffen – und eines wollte unbedingt zu mir. Das konnte ich dem armen Anker natürlich nicht ausschlagen. Zumal mir Andrea von Uberding gerade erst Folgendes auf Instagram schrieb: „Anker steht für Heimat und Hoffnung, was wohl einerseits auf die Sicherung des Schiffes im Sturm hinweist, aber auch mit dem Aspekt des Sich-Gründens zusammenhängt. Also der Hoffnung, den Heimathafen zu finden, wo wir hingehören.“

Schön, nicht wahr? Jeder sollte also einen Anker haben. Vielleicht einen von Inga em?

Und jetzt bin ich gespannt auf Eure Mittagspausenerlebnisse – habt Ihr auch gefährliche Shops in der Nähe?


Inga emEppendorfer Weg 6620259 HamburgMo – Fr 11-18.30 Uhr | Sa 11-15 Uhr



About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

2 thoughts on “So wird mir Eimsbüttel zum Verhängnis

  1. Ich bin so neidisch! Ich erlebe leider eher die Variante Brötchen am Schreibtisch, aus Mangel an Alternativen hmpf. Aber dafür spar ich natürlich auch gaaanz viel Geld! 😉
    xo Zoe

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