Padang Bai: Bali #5

Während draußen die Herbstblätter schneller als der Wind von den Bäumen tanzen, verschwinde ich noch mal eben in den sonnigen Sommer. Zumindest rückblickend, denn wer meinen Bali-Storys gefolgt ist, wird sich fragen „Hö? Wie ging´s denn eigentlich weiter, von Ubud aus?“ Das will ich Euch gern sagen: Gut ging´s weiter!

Ich hatte mich entschlossen, zurück zur Ostküste zu reisen. Das lag einfach nahe, denn ich benötigte einen Ort, von dem aus ich dann bequem zu meiner letzten Station, auf die Insel Gili Meno schippern konnte. Zurück ans Meer also. Mein Reiseführer schrieb verlockendes über Padang Bai und so machte ich mich auf den Weg dorthin. Mal wieder mit einem Fahrer, den ich am Tag zuvor über einen Aushang an einer Touristeninformation gefunden hatte, und mit dem Gefühl im Gepäck, noch länger in Ubud hätte bleiben müssen, um zur Ruhe und ein bißchen mehr zu mir selbst zu finden. Man lernt ja eine ganze Menge über sich, wenn man allein reist. Nicht unbedingt Neues, aber das, was man ohnehin schon weiß, wird einem nochmal in voller Breitseite deutlich. In meinem Falle: Ungeduld und die Unfähigkeit, einfach mal irgendwo zu sitzen und nichts zu tun. Nun denn.

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Padang Bai also. Ein recht kleiner, recht ursprünglicher Fischerort mit großem Fähranleger, der das turbulente Zentrum bildet. Das regelmäßige Tuten der Fähren wurde schnell ein vertrauter Klang, der heranbrechende Tag über dem Hafen mein liebstes Bild. Denn vom Balkon meiner Unterkunft aus, die etwas bergan gelegen war, hatte ich einen phantastischen Ausblick auf den Hafen und das Meer. Der Balkon mit riesigen Bananenbäumen davor wurde einer meiner Lieblingsplätze der Reise. Das lag natürlich am wunderbaren Panorama, aber auch an einem sehr schönen großen Holztisch, den ich leider nicht im Handgepäck wegschmuggeln konnte, und der entspannten Atmosphäre des Hostels, das ich Euch ans Herzen legen möchte: das Lemon House.

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Padang Bai Bali

Ich kam kurzfristig in einem Vierer-Zimmer unter. Mehrbettzimmer – das hatte ich bislang nie gebucht. War aber gar kein Problem, ich konnte überraschend gut schlafen und die Menschen, die ich dort in den vier Tagen kennenlernte, waren eine wunderbare Gesellschaft. Jaz zum Beispiel, die Londonerin, die schon seit sieben Monaten unterwegs war und mit der ich jeden Tag ein bißchen Zeit verbracht habe. Wie es der Zufall wollte, hatte sie zuvor in Ubud ihrer Yoga-Ausbildung zuende gebracht und ich wurde so am Strand ihre erste offizielle Schülerin.

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Yoga am Abend in der sogenannten „blue lagoon“ – ich kann Euch sagen, ein perfekter Moment . Überhaupt sind die zwei Strandabschnitte in Padang Bai einen Besuch wert: Neben der blue lagoon gibt es noch den white beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Beide Buchten sind sehr klein, aber bieten morgens und abends ein Licht, das Euch umhauen wird. Ganz toll! Schnorcheln könnt ihr in der blauen Lagune auch, allerdings war das nicht halb so aufregend wie in Amed. Beim Betreten der sind übrigens Badeschuhe anzuraten, ich habe mir an einem Stein kräftig den Fuß aufgeschnitten.

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Und schaut mal, liebe Blogging-MistreiterInnen – ein Stück The Hive hatte es mit nach Padang Bai geschafft.

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Also: Einchecken ins Lemon House (die Doppelzimmer sind wunderschön, haben ein eigenes Bad und sind überhaupt nicht teuer), ein gutes Buch schnappen und zwei, drei Tage die Seele in den Buchten baumeln lassen. Mir hat das äußerst gut gefallen! Vor allem, nachdem Ubud so wahnsinnig turbulent war. In Padang Bai ruft niemand „Taxi Taxi“ und dem Verkehr kann man hier im Nu entfliehen. Wäre das Bungalow auf Gili Meno nicht fest gebucht gewesen, ich wäre wohl noch etwas länger geblieben… Von der kleinen Gili-Insel berichte ich Euch im nächsten Bali-Beitrag.

Ihr habt die bisherigen verpasst? Hier findet Ihr sie.

Bali #1: Allein reisen auf Bali

Bali #2: Amed
Bali #3: Pura Luhur Lempuyang und Water Palace
Bali #4: Ubud

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

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