Lissabon-Konfetti: Übernachten im Herzen der Stadt | Ribeira Tejo Guesthouse

Nehmen wir an, Ihr habt Euch für einen Kurztrip nach Lissabon entschieden, habt aber keine Idee, wo Ihr während der Zeit wohnen sollt. So ging es uns nämlich auch. Wir hatten keine konkreten Empfehlungen vorliegen, wussten wenig über die einzelnen Stadtteile und wollten natürlich eine Unterkunft mit Pfiff und Herz. Davon gibt es in Lissabon, wie ich jetzt rückblickend sagen kann, durchaus einige, jedenfalls sind wir an vielen Hostels vorbeigekommen, die in typischen alten Häusern in engen Gassen untergebracht sind und auf den ersten Blick sehr einladend wirkten. Aber vom heimischen Sofa aus blieb erstmal nur eins: auf gut Glück googeln.

Und der Liebste hatte Glück. Er landete nämlich auf der Website von der Hotelgruppe „Shiadu“. Zu ihr gehören vier Häuser: zwei in Porto, zwei in Lissabon. Wir entschieden uns nach der Lektüre einiger Erfahrungsberichte für das Ribeira Tejo im Stadtteil Cais de Sodré.

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Umgebung

Der gleichnamige Bahnhof, von dem viele Bus- und Tramlinien, die grüne U-Bahn-Linie (es gibt insgesamt drei nach Farben benannte) sowie die Fähre nach Almada startet, ist fünf Gehminuten entfernt. Der Weg vom Hotel zum Ribeira Tejo war daher denkbar einfach: Am Flughafen in die rote Linie, zwischendrin in die grüne umsteigen und bis zur Endhaltestelle fahren. Man ist etwas länger als eine halbe Stunde unterwegs. Wirklich sehr einfach und komfortabel. Vom Bahnhof Cais de Sodré konnten wir beispielsweise auch in den Stadtteil Belém fahren, der als Ausflugsort und wegen seiner Leckereien (von denen ich Euch noch berichten werde) als Ausflugsort beliebt ist. Die Lage war in Sachen Öffentlicher Nahverkehr schon mal super.

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Und auch sonst war die Umgebung des Hotels, von dem aus man direkt auf den Tejo und nach Almada mit der Statue Christo Rei schauen kann, sehr gut. Kneipen und Restaurants sind im direkten Umfeld zu finden, eine Bar ist sogar direkt unten im Gebäude. Direkt gegenüber des Hotels ist eine große Markthalle, in der es zum einen bis 14 Uhr Gemüse, Obst, Fisch und mehr zu kaufen gibt, zum anderen bis abends diverse gastronomische Angebote von Sushi bis Süßspeise ergattert werden können. Da der gastronomische Teil der Markthalle noch sehr neu ist, war er abends aber immer brechend voll.

Vom Ribeira Tejo kann man zu Fuß bequem in die Stadtteile Baixa (Shopping), Chiado (kleine Buchläden, Cafés etc.), Bairro Alto (Kultur) laufen. Nach Alfama nimmt man lieber die Linie 28.

Eins muss man fairerweise klar sagen: Das Hotel ist durch seine sehr zentrale Lage nichts für Menschen, die absolute Stille in der Nacht brauchen. Da ziehen morgens um 5 schon mal Horden von feierwütigen Portugiesen durch die Gasse oder an der Markthalle werden nachts um 12 Kisten gestapelt. Es ist kein anhaltender Lärm, aber es wird doch hin und wieder laut. Für uns war das nicht schlimm, weil ich ohnehin häufig mit Oropax schlafe und der Mann lärmunempfindlich ist, aber wer da Probleme hat, sollte lieber im anderen Shiadu-Hostel in Lissabon einchecken. An dem sind wir auch vorbeigekommen. Es ist ähnlich zentral, aber etwas ruhiger gelegen.

Zimmer & Frühstück

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Unser Doppelzimmer, das noch einen kleinen Vorraum und ein Bad mit Dusche hatte, kostete um die 80 Euro für zwei Personen. Es war tippitoppi sauber, das Bad etwas in die Jahre gekommen. Bilder an den Wänden und Einrichtung waren sehr individuell und landestypisch.

Die beiden Frühstücksräume waren ebenfalls detailverliebt eingerichtet und stets frisch eingedeckt. Auf dem Tisch lag Tag für Tag ein vierseitiges Mini-Heftchen bereit, in dem das Wetter angekündigt wurde, es ein paar portugiesische Vokalen gab und Ausflugsziele vorgestellt wurden. Ziemlich praktisch! Das Frühstück selbst war in Ordnung, allerdings variierte es in den fünf Tagen, die wir da waren, kaum. Das, was es gab, war aber gut. Zu empfehlen sind die hausgemachten Marmeladen und die Pancakes. Frischgespressten Saft gibt´s auch.

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Der Service

Volle Punktzahl in Sachen Service. Die MitarbeiterInnen kümmern sich sehr darum, dass sich die Gäste wohlfühlen. Das fängt bei der Espresso-Maschine an, die man den ganzen Tag kostenfrei nutzen kann, und hört mit dem individuellen Stadtplan, auf dem alles Wichtige vermerkt ist, auf. Als das Team mitbekam, dass wir frisch verheiratet sind, gab´s sogar mal Tapas und Wein aufs Zimmer. Koffer bei der Abreise zwischenlagern, noch gültige Metrokarten bekommen, nach Infos fragen – alles kein Problem. Als wir zurück zu Hause waren, gab´s sogar noch eine nette Mail, in der das Team sich nochmal für den Aufenthalt bedankte. Wirklich top!

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In diesem Sinne kann ich allen, die nach Lissabon fahren und in der Preisklasse unterwegs sein wollen, das Ribeira Tejo mit gutem Gewissen empfehlen. Und wie das dann so ist, wenn man sich in die Fähre nach Almada setzt, die quasi vor der Haustür abfährt, und wo ihr dort besonders gut essen könnt, verrate ich Euch im nächsten Beitrag.

Habt einen guten Start in die Woche!

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

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