Norddeutsch entspannt – was heisst das eigentlich? Oder auch: Eine Auszeit mit MILRAM. [Werbung]

Man könnte meinen, Bremen sei norddeutsch genug, um stets einen kühlen Kopf und einen zuversichtlichen Blick in die Weite zu haben. Dennoch zieht es mich bekanntermaßen regelmäßig noch weiter hoch in Richtung Nordsee. Dorthin, wo der Wind deutlich frischer um meine Ohren weht und Gedanken eine unbegrenzte Freiheit genießen. Wann immer ich ein paar Tage auf Sylt, in St. Peter-Ording, auf Föhr oder sonstwo am Wasser verbringe, stellt sich ein wohltuendes Gefühl ein, das ich am liebsten konservieren und mitnehmen möchte. Norddeutsche Entspannung to go – das wär´s!  Gibt´s aber bislang nicht. Bleibt also nur, sich zu fragen, wie die besonderen Momente einer nordisch-frischen Auszeit auch im Alltag gelingen können. Genau das habe ich unter Reet getan.

Die Möglichkeit und den Anstoss dazu hat mir MILRAM gegeben: Die Marke hat ein zauberhaftes Reetdachhaus in Schleswig-Holstein kurzerhand für drei Tage zu einer Blogger-WG umfunktioniert und drei echte norddeutsche Deerns auf´n Schnack eingeladen. Christin, Mia und ich durften es uns darin gemütlich machen, um zu kochen, unseren Akku aufzuladen und über die norddeutsche Lebensart zu diskutieren. Wusstet Ihr übrigens, dass MILRAM einen direkten Bezug zu Bremen hat? Die Marke gehört zur genossenschaftlich organisierten DKM Group,  einem der größten deutschen Molkereiunternehmen.  Und das hat auch einen Sitz in Bremen.

Aber zurück zur norddeutschen Lebensart. Der Glücksatlas kommt regelmäßig zum Ergebnis, dass die glücklichsten Menschen in Schleswig-Holstein leben. Und ich wette, nicht nur Deichdeern Julia würde das sofort unterschreiben. Aber woran liegt das? Um das zu beantworten, reicht es, sich zu überlegen, was man während einer norddeutschen Auszeit so tut. Dann stellt man nämlich fest: Es ist wenig, was man zum Glücklichsein braucht. Aber dieses Wenig ist im rappelvollen Alltag einfach so schwer zu realisieren.

Entspannt unterwegs in Norddeutschland

Weniger reden….

Der Ruf eilt den Norddeutschen zurecht voraus: Sie reden nicht mehr als nötig. Ein „Moin“ sagt  oft mehr als tausend Worte. Wir Norddeutschen können eine ganz schön lange Zeit auf´m Deich sitzen, ohne viel zu sagen. Dafür haben wir es mit dem Humor so richtig drauf. Ironie ist für mich persönlich jedenfalls die allerfeinste Variante – und davon gibt es hier oben eine ganze Menge.

Nicht mehr als nötig zu reden, öfter mal still zu sein, ist in den heutigen Zeiten allerdings eine ganz schöne Herausforderung geworden. Oft übertönen wir unsere Gefühle und Gedanken mit Gequatsche, das nicht zwingend nötig ist. Ich kann mir da sehr gut an die eigene Nase fassen. Wenn man also norddeutsch-entspannt durch die Welt gehen möchte, sollte man plietsch genug sein, die wichtigen von den unwichtigen Worten zu unterscheiden.

… mehr atmen!

Die dadurch freiwerdende Zeit kann man hervorragend für das nutzen, was mir am Nordseestrand stehend am meisten Freude macht: tief ein- und ausatmen. Ist es nicht verrückt, dass man das im Alltag oft vergisst? Wir atmen meist flach in den Brustkorb, dabei könnten wir eine tiefe Atmung in den Bauch gerade in stressigen Zeiten so gut brauchen.

Stehen wir in Schleswig-Holstein mit Blick auf eine satte grüne Wiese im herben Wind, nehmen wir hingegen automatisch einen tiefen Zug von der klaren Luft. Wir müssen also unbedingt auch im Alltag Orte finden, in denen sich dieser Automatismus einstellt. Wo die umgebenden Natur oder der weiter Blick in die Ferne sofort den Impuls auslöst, die Lungen aufzublähen. Ich kann dafür in Bremen auf jeden Fall den hinteren Teil der Überseestadt empfehlen. Und für den Radweg zur Arbeit die Strecke entlang des Osterdeichs.

Die einfachen Dinge lieben

Ihr kennt das: Wenn man einen langen Spaziergang am Strand durch die Kälte unternommen hat, kann eine heiße Tasse Tee oder Kakao das Paradies auf Erden sein. Und bei einer mehrstündigen Radtour durch Salzwiesen braucht es nicht mehr als eine vorbereitete Käsestulle, die eine kleine Pause zu einem kulinarischen Highlight macht. Ein experimentelles drei Gänge-Menü macht Spaß, keine Frage, aber Pellkartoffeln mit Quark schmecken manchmal viel besser. Weil ehrlicher.

Und manchmal versteckt sich die Einfachheit sogar in Dingen, die einem bislang umständlich vorkamen. Mia und Christin haben mir in Tetenbüll nämlich gezeigt, wie verdammt einfach ein Porridge zu machen ist. Seitdem ich zurück in Bremen bin, stehe ich nun täglich morgens am Herd, rühre Hafeflocken in heiße Milch, brate Äpfel in Honig und Zimt an, verfeinere den ganzen Frühstücksspaß mit Vanille, Kokos, Granatapfel, Kakao, Skyr oder Birne – und habe einen extrem gesunden Start in den Tag. Denn in der Tat ist es eine verdammt angenehme Sache, in der kalten Jahreszeit mit etwas warmem im Bauch in den Tag zu starten. Das Beste daran: Der Lütte hat sich in Porridge genau so verliebt wie ich und verdrückt davon nun morgens auch mindestens einen Teller. Falls Ihr es auch mal ausprobieren wollt, kann ich Euch nur dringend ermutigen. Rezepte findet Ihr beispielsweise bei Mia.

… und sie mit anderen teilen!

Ob Pellkartoffeln, Kürbissuppe oder Käsebrot – in geselliger Runde schmeckt alles am besten. Nicht umsonst schnappt man sich oft ein Ferienhaus, eine Handvoll Freunde und nutzt die gemeinsamen Urlaubstage dann zum klönen am Esstisch. Lange, nachdem die Teller leergefegt sind, wird noch gemeinsam gelacht und diskutiert. Dafür Zeit zu haben, ist ein großer Luxus im Urlaub. Im Alltag muss man sich die Zeit dazu nehmen.

Ein Punkt, der bei mir leider seit Jahren ziemlich unter den Tisch fällt. Während es in meiner Studienzeit fast wöchentlich einen Termin gab, an dem sich meine Uni-Clique getroffen und wir gemeinsam gekocht haben, kommen solche geselligen Runden bei mir kaum noch vor. Und wenn, dann geht man gemeinsam in ein Restaurant. Ich weiß nicht, ob das nur ein Phänomen meines Lebens ist oder ein Phänomen unserer Zeit, aber Besuch in den eigenen vier Wänden? Selten.

Draußen abkühlen…

´N büschn Wind ist immer gut. Und der ist nirgends so schön rau wie im Norden. Ich habe es schon so häufig gesagt: Ich favorisiere für einen Kurztrip ans Wasser aus Überzeugung die Nebensaison. Weil das Klima herber, die Wolkenformationen spannender und das Lichtspiel faszinierender ist. Ein sonniger WIntertag in St.Peter-Ording malt Euch Farben, die habt Ihr sonst noch nirgends in dieser Art gesehen. Glaubt Ihr nicht? Dann schaut Euch mal eben die Fotos in diesem Beitrag an.

Diese Farb- und Lichtspiele in Bremen zu erleben… schwierig. Richtig schwierig. Dazu muss man schon raus ins Umland. Das Blockland ist vermutlich der am schnellsten zur erreichende Ort, der ein bißchen Schleswig-Holstein-Flair versprüht. Habt Ihr noch Tipps?

…und drinnen aufwärmen.

Sich nach einem langen sauerstoffreichen Spaziergang drinnen einzumuckeln ist währenddessen natürlich auch in Bremen problemlos möglich. (Gerade fällt mir auf, dass ich mit den Worten „norddeutsche Entspannung“ eigentlich kein richtig warmes Sommerwetter verbinde. Verrückt, oder?) Der Klassiker ist natürlich eine Tasse Tee, die Kür ein Gang in die Sauna oder ein heißes Bad.

In Bremen fällt das heiße Bad mangels Badewanne für mich leider flach. Aber eine dicke Wolldecke liegt das ganze Jahr über bereit, dank einer Freundin habe ich inzwische sogar eine Heizdecke für die kalte Jahreszeit. Waaaaas? Ihr lacht? Dann legt Euch im Winter mal in ein Bett, das bereits von einer Heizdecke vorgewärmt ist. Dann werdet ihr das genauso feiern wie ich.

Nu ma Budder bei die Fische

Ihr seht: norddeutsch-entspannt durch den Tag zu kommen, benötigt eigentlich keinen Schnickschnack. Aber wie ich eingangs schon schrieb: Das Wenig ist heutzutage ganz schön schwer. Eine Tasse Tee entfaltet tatsächlich nur dann ihre wohltuende Wirkung, wenn das Smartphone nicht gerade eine Instagram-Storie abspielt oder man sie am Schreibtisch trinkt. Ein Spaziergang zum Supermarkt durch den urbanen Verkehr ist zwar auch ein Spaziergang, aber mit einer Stunde inmitten von satten Wiesen nicht zu vergleichen. Stille und Weite – wo habt Ihr die noch im Alltag?

Gerade als Stadtbewohner muss man sie sich wirklich bewusst suchen. Aber wenn man das macht, dann wird man belohnt. Frische Luft zu atmen, still einen Fuß vor den anderen setzen, gedankenlos einen Trecker auf dem Feld beobachten und zuhause mit nem Käsebrot unter die warme Decke schlupfen – das alles kostet quasi nichts und hat gleichzeitig einen großen Wert. Die Menschen aufm platten Land, die wissen das. Nehmen wir uns ein Beispiel dran.

Wenn Ihr noch mehr Eindrücke des norddeutschen Wochenende sehen möchtet, springt mal rüber: Auf’n S(ch)nack von MILRAM.

P.s. Solltet ihr auf der Suche nach einem schönen Reetdachhaus in der Nähe von St. Peter-Ording sein, dann könnte der Ort unserer Blogger-WG etwas für Euch sein. Das Ferienhaus in Tetebüll findet Ihr über diesen Link: Reetdachhaus im Herzen Eiderstedts.

 

 

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert