Folkart now!

Folk, so sagt mir Wikipedia, ist die zeitgenössische Form der Volksmusik . Wenn ich Folk aus England höre, müssen also noch Reste der angelsächsischen Musikwurzeln erkennbar sein? Und wenn eine Folk-Band aus Berlin kommt? Dann trägt sie Spuren von ottonischen Gesängen? Oder wird mit preußischen Querflöten gespielt? Laut Definition müßte es so sein, denn der Folk will sich immer von der Weltmusik abgrenzen. Demnach ist Folk die Musik der Nationalisten? Ich hatte mir unter Folk auch tatsächlich immer etwas altbacksches, heimatliches vorgestellt. Musik, die zu Männern mit selbstgestrickten Wollpullovern paßt. Aber weit gefehlt. Das folkart-Festival in Bremen beweist gerade, dass Folk verspielt, experimentell, poetisch oder einfach nur wunderschön sein kann. Ich versuche besser gar nicht, das Gehörte in Worte zu fassen – es gelingt in den seltensten Fällen. (Exkurs: Was ist wohl einfacher? Einem Gehörlosen schriftlich Musik erfahrbar machen oder einem Blinden die Welt beschreiben?)

Zum Glück kann ich an dieser Stelle einfach zwei links setzen:
http://www.myspace.com/susieasado

www.myspace.com/themiserablerich

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

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