Bloggetten-Yoga an der Nordsee: Dat war wohl nix!

Da war ja noch was vor Kurzem – ein Blogetten-Yogetten-Wochenende. In einem geselligen Moment einigten sich Sarah, Katja und ich nämlich auf drei Wünsche:

  1. Wir wollen mal wieder in Ruhe Zeit miteinander verbringen.
  2. Wir wollen eine bißchen Entspannung vom Jobtrubel.
  3. Wir wollen an die Nordsee.

Die Konsequenz ist doch klar, oder? Man bucht ein Yogawochenende an der Nordsee.  Hach, was hatte ich mir das schön vorgestellt: Eine schöne Morgen-Yogastunde, die Geist und Körper aufweckt, danach ein entspanntes Frühstück mit gesunden Säften, Vollkornbrot und einem BIO-Frühstücksei, im Anschluss einen Spaziergang am Strand. Danach heiß duschen, mit den Mädels quatschen, ein bißchen lesen und dann am Nachmittag die Grundlagen der alltagstauglichen Meditation lernen. Eine weitere Yogastunde, gern etwas intensiver, und schließlich beim Abendessen die Erfahrungen glücklich nachbesprechen. Vielleicht später noch ein paar Infos zu guter Ernährung, der Herkunft des Yogas oder ein gemeinsamer DVD-Abend mit „Eat Pray Love“? Okay, ein bißchen zu viel der Entspannungsromantik… Aber Ihr könnte ich ungefähr vorstellen, was da so in meinem Köpfchen für behagliche Bilder entstanden.

Die gute Nachricht vorweg: Einen kurzen Spaziergang am Nordseestrand von Horumersiel-Schillig inklusive Muscheln und Strandkorb gab´s.

Horumersielschillig

Foto 3

Die restliche Zeit in der Nordsee-Dependence von Yoga Vidya hatte leider nicht so richtig was mit dem zu tun, worauf ich mich gefreut habe. Dort wird Yoga als ultimatives Spüren zu sich Selbst praktiziert. Mit Mantrasingen, ohne Zwiebeln im Essen und Schweigen zwischen 22:45 und 8 Uhr. Mit Yogalehrerinnen, die mit ihrem bisherigen Leben (einschließlich Ehemann, Beruf und Heimort) gebrochen haben, um sich ganz der Meditation hinzugeben, und Tee als einzigem Getränk. Für einige Menschen mag das das passen – für mich war das jedoch eine Spur drüber. Die Grundgedanken der Yogis ein bißchen in den normalen Alltag übertragen und meinen Körper entspannen – darum geht´s mir, wenn ich die Yogamatte auf dem Boden ausbreite. Daher war ich in Horumersiel falsch. Es fühlte sich so wenig passend an, dass Katja und ich tatsächlich schon einen Tag vorher wieder nach Hause fuhren. Wer weiß, wäre mir nicht eine kräftige Migräne widerfahren – vielleicht hätten wir durchgezogen. Aber mir blieb keine andere Wahl und Zimmergenossin Katja mochte dann auch nicht mehr allein schweigen, singen und Tee trinken. Die Ärmste hat jetzt sicher ein echtes Yoga-Trauma, war es doch ihr erstes Mal auf der Matte. Katja, glaube mir: Es geht auch anders! Gestern gerade wieder in meinem Bremer Studio erlebt – gut tat´s.

hooksieelblauewand

Eines allerdings nehme ich als Erkenntnis mit aus diesem Wochenende: Ich muss bei schönem Wetter ein zweites Mal nach Horumersiel-Schillig und Hooksiel fahren. Hooksiel ist ein ganz kleines putziges Nordsee-Nest mit Mini-Hafen und rotverklinkerten Teestübchen. Schillig bietet einen großen Sandstrand, wo derzeit – wie oben zu sehen – Unmengen an unversehrten Muscheln gesammelt werden können. Schaut doch mal vorbei.

Ahoi und einen schönen Dienstag!
Sandra

Foto 1-2

hooksiel

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

10 thoughts on “Bloggetten-Yoga an der Nordsee: Dat war wohl nix!

  1. liebe sandra,
    schade……

    hoffentlich erfüllen wir deine vorstellung im nächsten jahr und können deine freundin vom yogatrauma befreien.
    yoga mit seinen vielen facetten kennenzulernen kann holprig sein – wenn man herausfindet, was nicht so gut passt ist, man auch einen schritt auf dem weg voran gekommen.

    alos viel spaß auf der matte und bis bald!

    1. Liebe Evelyn,

      ich wäre bei Eurem Wochenende auf jeden Fall dabei – und Katja schleppe ich zu dieser „Traumtherapie“ dann direkt mit. Wir brauche wohl den sanfteren Weg, nicht den Sprung ins kalte Mantra-Meditation-Karma-Wasser. Ihr macht das genau richtig!

      In diesem Sinne – bis ganz bald!

  2. Hallo Sandra, ganz genau wie Du es beschrieben hast, hätte ich mir so ein Yoga-Wochenende auch vorgestellt. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass das auch ganz anders ablaufen kann. Anfang Mai fahre ich mit meiner Freundin nach Bremen und möchte einfach nur entspannen, einen Milchcafé trinken und hoffentlich bei schönstem Wetter durch die Stadt bummeln. Ich habe gerade schon auf Deinem Blog ein wenig gestöbert. 😉 Hast Du vielleicht einen Tipp für ein nicht zu teures, schönes Hotel, von dem wir gut in die Umgebung starten können? Viele Grüße, Viola

  3. Danke für den Tipp mit der Urban Lounge. Das bestätigt mir nochmal meine Entscheidung, dieses Yoga-Studio unbedingt bald auszuprobieren!
    Ich habe nämlich auch nicht so mit Karma-Meditation-Schweigen-Tee…

    Wobei ich Tee eigentlich sehr gerne mag :o)

    Liebe Grüße
    Nanne

  4. Hallo ihr Lieben,

    ich war bislang einmal bei Yoga Vidya im Westerwald und einmal in Bad Meinberg. Ich muss sagen, dass mir der Westerwald besser gefallen hat, da alles kleiner und ruhiger ist, BM ist riiiiiiieeesig. An die doch spezielle Lebensweise musste ich mich auch erstmal gewöhnen, aber beim dritten oder vierten Satsang hatte ich tatsächlich Spaß, obwohl mir persönlich Personenkult (Swami Sivananda ist zweifelsohne eine unglaubliche Inspiration) und die Verehrung hinduistischer Gottheiten fremd ist. Meine Ausbildung zur Meditationskursleiterin werde ich dennoch bei Yoga Vidya machen. Man bekommt keinen Glauben aufgezwungen, den man nicht teilt. Wenn man sich dennoch an den gegebenen Tagesablauf hält und an Satsang etc. teilnimmt, kommt man meiner Erfahrung nach bei YV sehr gut zurecht. Schön, dass ihr etwas gefunden habt, was euch eher zusagt.
    Ich bedanke mich für deinen Bericht, ich hab mich gerade dazu entschieden, die erste Woche der Ausbildung zur Meditationskursleiterin an der Nordsee zu machen. 🙂

    Herzliche Grüße

    Nina

    1. Hallo Nina,
      kannst du mir sagen, wie es dir an der Nordsee gefallen hat? Ich überlege dort einen Teil meiner Yoga-Intensivausbildung zu machen.

      Viele Grüße
      Dina

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