Ankertasche meets Mutterpasshülle. Oder auch: „Fette Beute“ hat einen neuen Heimathafen im Schnoor

Ein bisschen blutet mir ja das Herz, dass die Überseestadt um ein tolles Geschäft ärmer geworden ist: „Fette Beute“, hat seinen Anker eingeholt und ist hinfortgeschippert. Soweit die schlechte Nachricht. Es gibt aber auch eine gute. Das liebevoll betriebene Überseekaufhaus – wie es sich selbst nennt  – ist jetzt nur wenige Gehminuten von meinem Büro entfernt, mitten im Schnoor. Zentraler geht´s kaum. Die Bremerinnen und Bremer unter Euch haben damit nun beste Voraussetzungen, das Sortiment mit Produkten von Ahoi Marie, Studio am Meer oder auch Freudinge zu durchstöbern.

Wie kam´s zum Umzug? Nun ja, schon im vergangenen Jahr war spürbar, dass die Konsul-Smidt-Straße für Läden, die vom gezielten Bummeln mit Geld in der Tasche profitieren, keine gute Adresse ist. Wann immer ich dort war (und das war meist auch nur in Verbindung mit einer Fahrradtour) waren kaum andere Besucher vor Ort. Ein Jammer! Nicht nur, weil die Produkte von vielen nordischen und nordenverliebten Labels stammten, die nicht überall zu finden sind, sondern auch, weil die Angestellten immer, wirklich immer, unglaublich freundlich und hilfsbereit waren. Bei der Ankunft gab es stets einen kleinen Tee und einen sehr sympathischen Austausch.

An diesen beiden Punkten hat sich nichts geändert, wie ich gestern in der Mittagspause erleben konnte: es gibt immer noch Tee, nette Worte und ein tolles Sortiment. Etwas anderes hat sich hingegen verändert, zum Glück! Heute waren allein in den zehn Minuten, in denen ich einen raschen Blick in die neuen Räume geworfen habe, eine Handvoll potentieller Kunden vor Ort. Touristen, glaube ich. Das ist eben der riesige Vorteil an der neuen Lage: Hier schlendern gutgelaunte Menschen mit Zeit und Muße vorbei. Tag für Tag. So passend der bisherige Standort am Europahafen inhaltlich auch war, wirtschaftlich trägt sich der Laden jetzt vermutlich besser (schreibe ich wohlgemerkt ohne blassen Schimmer davon, welche Mieten im Schnoor zu fällig sind). Ich wünsche es Katja, die einen langen Atem und viel Engagement bewiesen hat in den letzten Monate, und ihrem Team jedenfalls von Herzen.

Ach, und weil hier ja auch viele Eltern mitlesen: Es gibt auch einige schöne Dinge für Kleinkinder. Schade, dass ich die Hüllen fürs U-Heft jetzt erst entdeckt habe. wo ich schon eine andere (weniger schöne) habe. Naja, muss ich sie wohl demnächst mal verschenken 😉

Also, biegt doch demnächst mal auf dem Weg ins Viertel oder die Innenstadt ins Schnoor ab und schaut Euch die neue „Fette Beute“ einmal an.  Wahrscheinlich geht es Euch dann wie mir gestern: Ich habe mich gefragt, warum ich so dermaßen selten in den kleinen historischen Gassen unterwegs bin. Sollte man viel häufiger mal durchbummeln und ein Eis mitnehmen…

About Sandra

Ich schreibe hier über drei Dinge, die mich jeden Tag aufs Neue beschäftigen: meine Heimatstadt Bremen, meine berufliche Selbständigkeit und mein Alltag als Mutter eines Kleinkindes. Was mir am Herzen liegt: Euch anzustiften! Zu Unternehmungen an der Weser, zu Mut im Berufsleben und zu einem humorvoll-offenen Herzen für Eure Kinder. Allen Herausforderungen zum Trotz. Dass es nicht immer einfach ist, Familie und Job zu vereinbaren, darum geht es hier nämlich auch ab und zu.

2 thoughts on “Ankertasche meets Mutterpasshülle. Oder auch: „Fette Beute“ hat einen neuen Heimathafen im Schnoor

  1. Hallo Sandra,

    für meinen Berufseinstieg ziehe ich ab Oktober nach Bremen. Leider weiss ich nicht viel über die Stadt und hätte gerne ein paar Tipps z.B. zu den folgenden Themen:

    – Wo gibt es die schönsten und gemütlichsten Cafes?
    – Ist das Viertel wirklich so angesagt wie man es im Internet liest?
    – Wo wohnt man als „Junger Mensch“ am Besten?
    – Allgemein was ist typisch Bremen wenn du es mit einem Zitat beschreiben müsstest?

    Vielleicht könntest du noch einige Eindrücke zu Bremen in ein paar kurzen Sätzen zusammenfassen?

    Ich finde deinen Blog wunderbar und Informativ. Ich recherchiere schon ein paar Tage über Bremen habe aber in Foren bzw. auf anderen Seiten keine hilfreichen Infos gefunden.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Liebe Grüße

    Lena

    1. Hallo Lena,

      toll, dass Du nach Bremen kommst.

      Grundsätzlich empfehle ich Dir, in die Neustadt, nach Walle oder ins Viertel zu ziehen. Das Viertel ist sehr szenig, ja. Aber ich persönlich finde die Neustadt aktuell deutlich krativer, ohne allzu aufgesetzt hipp zu sein. Bremen ist eine Großstadt, die sich trotzdem sehr „heimelig“ anfühlt und wo man mit dem Rad super unterwegs sein kann. Vielleicht schaust Du auch noch ein bißchen bei lovebremen.de und hier: http://wortkonfetti.de/best-of-bremen

      Liebe Grüße
      Sandra

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