Sandra hat sturmfrei. Oder auch: Familienfreies Wochenende in Bildern

Zum ersten Mal reihe ich mich (leider nur mit wenigen Handyfotos) in die traditionelle Blogserie „Wochenende in Bildern“ von Geborgen wachsen ein. Weil das zurückliegende Wochenende ein besonderes war: Ich hatte zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren unser Zuhause ganz für mich allein! Und da ich glaube, dass gerade moderne Elternschaft, die mit so viel Erwartungsdruck gefüllt ist, mehr solcher individueller Auszeiten gebrauchen kann, teile ich dieses seltene Ereignis mit Euch. Vielleicht kommt Ihr auf den Geschmack?

Diese familienfreien Tage läutete ich mit einem zum Tag passenden Bier ein, bei dem ich an Friesi denken musste. Danach die total Klischee-Erfüllung: eine Tüte Chips und dazu eine Folge Bacholerette. Nun.

Der Samstag startete früh, um 6:20 Uhr, die innere Uhr war noch auf Lütten-Zeit gestellt. Ein bissl aufräumen, duschen und danach mit Frühstück, Zeitung und Laptop zurück ins Bett. Herrlich! Ich schrieb einen kleinen Breminale-Blogbeitrag und fand in der Matratzenritze ein Stück Buch, das Katarina dem Lütten einmal geschenkt hatte.

Das Haus verließ ich gegen 11.30 Uhr. Auf dem Weg zum Wochenmarkt entsorgte ich Altpapier und Gartenabfälle, auf dem Markt kaufte ich Käse, Blumen und Brot. Ich machte einen Schlenker zu Hallhuber, ein koreanisches Mittagessen zauberte mir die Markthalle Acht auf den Teller. WhatsApp schickte mir Fotos, die den Lütten in prächtiger Laune bei allerlei schönen Draußen-Aktivitäten zeigten. Ich war bei aller Freude, dass es ihm so gut geht, ein klein bißchen traurig, dass er mich so gar nicht zu vermissen scheint.

Ohne Kind war es mir dann möglich, unfallfrei durch Manufaktum zu laufen  (sowohl mit Kinderwagen als auch mit neugierigem Kleinkind sind die eng gestellten Verkaufsregale mit vielen kleinen bunten Dingen kein passender Ort). Ich kaufte einen Türstopper aus Silikon und lief anschließend durch den Regen zurück zum Auto.

Ich wuselte ein bißchen im Haus rum und dabei fiel mir eine Tür laut ins Schloss. „Mist, nicht dass der Lütte wach wird…“ dachte ich. Und dann fiel mir wehmütig ein, dass er ja gar nicht in seinem Bett liegt.

Ich war froh, dass es irgendwann zu regnen aufhörte, der Garten etwas trocknete und ich Rasen mähen konnte. Danach nochmal kurz unter die Dusche, dann ab zur Breminale.

Dort feierte ich mit Bine zwischen Deich, Fotoautomat und Deichgrafzelt. Wir tanzten zu „Nordish by nature“ und sahen den Auftritt von Wankelmut.

Sonntag schlief ich bis 9 Uhr. Ich holte mir einen Kaffee und alte Fotobücher sowie die Sonntagszeitung ins Bett. Ich stellte einen Maschine Wäsche an und stellte eine Kiste mit Dingen, die zu verschenken sind, an die Straße. Frühstück gab es gegen 11.30 Uhr auf dem Balkon.

Zwei Stunden später traf ich Daniela auf ein Breminale-Eis. Zufälligerweise liefen uns auch noch Insa und Max über den Weg. Als beide fort mussten, setzte ich mich nochmal ein Weilchen an die Dreimeter-Bretter und ließ das bunte Treiben und die Kraft der Sonne auf mich wirken.

Zurück zuhause werkelte ich eine Stunde im Garten: fegen, schneiden, Unkraut jäten. Zufrieden setzte ich mich in unseren Strandkorb, trank Weißweinschorle und las einen Artikel über Vinyl in der Süddeutsche Langstrecke. Gegen 20 Uhr erreichte ich eine Freundin in Heidelberg, die ich schon viel zu lange nicht persönlich gesprochen habe, telefonisch und wir brachten uns in ca. 90 Minuten auf den neuesten Stand. Ich begann in der Mediathek einen Tatort, fand ihn doof und entschied mich, ins Bett zu gehen. Ich schaute im Internet nach airbnb-Unterkünften in Berlin, plante den Montag vor, dachte noch ein Weilchen über Dies und das nach und ermittelte die Gewinnerin des Dünenschutz-Gewinnspiels: der Zufallsgenerator loste die Nummer 29 aus, damit hat Katrin aus Oldenburg gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Gegen 23 Uhr löschte ich das Licht.

Fazit: So ein Sturmfrei-Wochenende, an dem man in seinem ganz eigenen Takt durch die Tage marschiert, ist was echt Feines. Vor mir aus hätte es noch zwei Tage länger dauern dürfen. Die Breminale ebenfalls! 

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

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