Törööö. Oder auch: Faire Bio-Kindermode bei „Süß:Stoff“ in Peterswerder

Wieder einmal zeigt sich: Man sollte einfach öfter mal an einer anderen Straßenecke abbiegen als gewöhnlich. Dann  läuft man plötzlich an Schmuckstücken vorbei, von denen man jahrelang nichts wusste. An tollen Läden wie dem „Süß:Stoff“ in der Hamburger Straße zum Beispiel.

Mitten an einem Bürohektiktag führte mich mein Weg von Termin A zu Termin B zwischen den Haltestelle „St. Jürgen-Straße“ und „Weserstadion“  entlang – zur Abwechslung mal zu Fuß. Welch Glück, denn so fiel mir ein buntes Schaufenster auf, in dem wunderschöne Mode für Kinder zu sehen war. „First- und Second-Hand“ las ich an der Scheibe, dahinter erkannte ich die Labels Graziela, Affenzahn und Ubang. Krawooom, in my face! Trotz Zeitnot war klar: Ich muss da rein.

Und am liebsten hätte ich den Laden von Katja in den nächsten Stunden nicht verlassen, sondern mir jedes Kleidungsstück und Accessoire in Seelenruhe angeschaut. Eine phantastische Auswahl von Labels, viele aus Skandinavien, vorwiegend fair und Bio. Was mich aber besonders begeistert: Endlich mal andere Motive und Farben als bei den gängigen Läden wie Ersting´s oder Babywalz, bei denen man als Mutter häufig aus pragmatischen Gründen landet. Denn Hand aufs Herz: Meine Vernunft und ein Stück weit auch mein Geldbeutel lassen es  nicht zu, jeden Langarmbodie und jedes Shirt neu und dann noch in hoher Qualität zu kaufen. Wie ich ja schon beschrieben habe, stöbere ich gern in Second Hand-Läden, vor allem weil die Lütten so schnell aus den Sachen rauswachsen. Aber die Vielfalt an Motiven und Farben ist bei diesen Ketten leider nicht so wahnsinnig groß.

Wie oft stöberte ich im Internet durch die großartige Mode dänische Shops oder kleiner Labels, ohne am Ende zu bestellen, weil ich mir nicht sicher war, ob die Größe richtig ausfällt, und ich keine Lust auf ständige Retourenverschickung habe? Und jedes Mal dachte ich dabei: Warum zum Teufel gibt es so wenig Läden in Bremen, in denen T-Shirts nicht imer mit einem Trecker bedruckt und Strumpfhosen nicht nur in Blau und Weiß für Jungs zu kriegen sind? Nur das „Sieben Sachen“ Findorff fiel mir bislang ein, wenn ich darüber nachdachte, aber das liegt so gar nicht auf meinem Weg . „ScanKids“ im Viertel gibt es dann noch. Aber sonst?

Tja, wie ich nun weiß, gibt es sonst noch „Süß-Stoff“. Katja hat den Store vor drei Jahren gemeinsam mit einer anderen Mutter eröffnet – 2 und 6 waren ihre Kinder damals. In den vergangenen drei Jahren hat sie vor allem eins: viel gearbeitet. Nachdem sich ihre Mit-Gründerin zum Jahreswechsel aus dem Laden rauszog, wurde es nicht weniger. Second-Hand-Abwicklung, Buchhaltung, Marketing, Verkauf vor Ort, Kontakt zu den Labels – alles ihr Ding. Als zweifache Mutter. Respekt!

Der helle Laden ist zweigeteilt: vorn neue Ware, hinten Second Hand. Im Unterschied zum Second Hand- Laden „KinderZimmer„, in dem Euch getragene Ware nach dem Durchsehen direkt mit einem Festbetrag vergütet wird, läuft es bei Katja klassisch über das Kommissions-Modell: Ihr gebt ein Stück ab, Katja gibt es in den Verkauf. Schnappt sich jemand das Teil, bekommt Ihr einen Anteil des Verkauferlöses. Bleibt es ein Ladenhüter, kommt es zu Euch zurück oder wird gespendet.

Ich probiere das demnächst mal aus, stapeln sich doch inzwischen schon wieder drei Kartons im Keller. (Wie zum Teufel kann das bloß sein, dass ich  kaum etwas im vergangenen Jahr gekauft habe, aber trotzdem solche Mengen aussortiere? Immer wieder verrückt!)

Montags hat das „Süß:Stoff“ geschlossen, dienstags bis freitags von 10-18 Uhr, samstags bis 13 Uhr geöffnet. Kommende Woche wird dritter Geburtstag gefeiert – wie ich finde ein toller Anlass, dort mal vorbeizuschauen oder bei Facebook eine Gratulation zu hinterlassen.

Wie immer gilt: Wart Ihr da, freue ich mich über Euren Eindruck in den Kommentaren. Über Hinweise auf weiter Shopping-Schmuckstücke für Kids in Bremen ebenfalls!

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

3 thoughts on “Törööö. Oder auch: Faire Bio-Kindermode bei „Süß:Stoff“ in Peterswerder

  1. Kennst du auch den Laden „Tatams“ in der Neustadt(Lahnstraße)? Hat zwar keine secondhand Abteilung, dafür aber auch schöne Kleidung zum Anfassen. 😉

    Danke auf jedenfall für den Tipp!

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