Die perfekte Kleinkind-Klamotte auf dem Spielplatz | Lütte Dinge #3

Hin und wieder stelle ich in der Rubrik „Lütte Dinge“ die praktischen Dinge für den Alltag mit einem Baby bzw. Kleindkind vor. Nach der schönekindertagebox und dem praktischen Coffee to go-Halter für den Kinderwagen beantworte ich heute eine typische Neumama-Frühlingsfrage: Hilfe, was zieh ich meinem Kleinkind bloß auf dem Spielplatz an?

Diese Frage gehört wie ziemlich viele in die Kategorie „Wenn man die naheliegende Lösung erst einmal gefunden hat, kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass man  darüber mal ernsthaft nachgedacht hat.“ Aber ich gebe es offen zu: Die ersten Male war ich doch etwas orientierungslos, was für das Buddeln im Sand, Sitzen in der Schaukel und das Mit-Mama-die-Rutscheruntergleiten wohl das Passende ist. Sagt mir bitte, dass es Euch ähnlich ging… Als es noch kühl draußen war, hat sich unser Walkoverall von Disana* hervorragend bewährt. (Falls Ihr diesen Artikel gerade schwanger lest und ein Winterbaby bekommt, dann lasst Euch Folgendes sagen:  ca. 9-12 Monate später wird das Wesen gegen Kälte eingemummelt im Tragetuch oder Kinderwagen mit Euch von A nach B transportiert werden müssen und dabei ist nichts nerviger, als immer zig Sachen antüddeln zu müssen. Der Walk-Overall ist dagegen der Kleidungshimmel auf Alltagserden: Über die normalen Klamotten ziehen – wir hatten oft statt einer Hose nur eine dicke Strumpfhose drunter-, noch ne Mütze zusätzlich zur Kapuze auf den Kopf, fertig! An den Füßen und Händen kann man nämlich umschlagen, da friert nichts und niemand. Das war ein Kauf, den wir niemals bereut haben, ganz im Gegenteil!) Doch in den vergangen zwei Wochen, als es deutlich sonniger und wärmer wurde, war er nicht mehr die richtige Wahl.

Probieren geht über Studieren

Ich kramte daher erst einmal eine Oberbekleidungs-Kombi aus gefütterter Regenhose, Pulli und Regenjacke hervor. Als der Lütte dann aber auf dem Spielplatz vor mir saß, sah es plötzlich 5 Kilo schwere und ziemlich unbeweglich aus. Und tatsächlich: Richtig gut bewegen konnte er sich nicht, wenn er vom Sitzen ins Stehen wollte oder Ähnliches. Außerdem war die wattierte Hose zwar gut gegen die Nässe, die sich im Sand dann doch immer noch versteckt, aber insgesamt zu warm.

Beim nächsten Mal also dickerer Pullover, dafür keine Jacke. Mhmm, so richtig zufrieden stimmte mich das am Ende aber auch nicht. Zwar war es in der Sonne warm, aber wenn der Lütte dann doch im Schatten den nach wie vor frischen Wind abbekam, war ich nicht ganz sicher, ob dieses kalte Lüftchen nicht doch durch die Klamotte zieht.

Ich tat, was ich immer in solchen Situationen tue: Ich studiere, wie Eltern von Kindern, die einen kleinen Tick älter sind, das Ganze angehen. Die sind ja schließlich schon etwas erprobter und haben vermutlich die ein oder andere Variante ausprobiert. Meine unrepräsentative Studie durch die Sonnenbrille ergab ein unerwartet uneinheitliches Bild: manche Kinder trugen normale Straßenklamotten, andere aufeinander abgestimmte Sets aus Regenhose und Regenjacke, wieder andere (allerdings erstaunlich wenige) Regenoveralls. Die One-Piece-Lösung war mir aufgrund der phantastischen Erfahrungen mit dem Walk-Overall sofort die sympathischste.

Ducksday – praktisch und schön

Also sperrte ich in den nächsten Tagen die Ohren auf und wurde sehr schnell auf das sympathische belgische Label „ducksday“ aufmerksam. Wiederholt hörte ich auf deren Regenanzug ähnliche Lobeshymnen wie im vergangenen Herbst zum Stichwort Woll-Walkoverall. Und daher ist nun grünes Ducksday-Exemplar bei uns eingezogen. Erhältlich sind Modelle hier in Bremen bei SüßStoff, wo es gerade übrigens auch ein Second-Hand-Exemplar in Rot und Größe 80/86 gibt. Vielleicht wollt Ihr schnell zuschlagen, bevor es jemand anderes tut?

Erstes Testergebnis: Praktisch, gut verarbeitet, angenehmes Material, schöne Optik und wunderbar bequem für den Lütten. Er kann sich prima darin bewegen, hat kein zusätzliches Stoffgewicht, das ihn beschwert, und kann sich ohne Ende Sand über den gesamten Körper werfen, weil der sofort wieder abfällt. So einen Anzug kann man auch immer prima für den Fall der Fälle einpacken. Wenn man noch nicht weiß, ob man auf den Spielplatz geht oder das Kind aus irgendeinem Grund etwas bessere Klamotten vor dem Trip in den Sandkasten anhat – man trägt nicht schwer dran, er nimmt kaum Platz weg und kann dann eben einfach über die anderen Sachen gezogen werden.

Beim Anziehen finde ich ihn nicht soooo easypeasy wie den Walk-Overall, weil der Reißverschluss nicht ganz so weit runtergeht wie die Knopfleiste beim Disana-Anzug. Im Stehen anziehen ist daher einfacher als im Liegen. Was momentan auch noch nicht richtig hält, sind die Gummistege, die unter die Füße kommen. Aber vielleicht kapiere ich das Prinzip auch einfach nicht oder sie halten nur in Schuhen? Das muss ich mir nochmal genauer anschauen. Ich finde es ja ohnehin recht schwierig, nem Kind, das noch nicht läuft, aber durchaus steht, das richtige Utensil an den Fuß zu ziehen. Was nehmt Ihr denn so?

Ich freu mich jedenfalls, dass wir jetzt erstmal eine unaufwendige witterungs-angemessene Klamotte haben, so dass wir nicht jedes Mal neu über Jacke und Co nachdenken müssen. Man hat ja immer schon genug zu bedenken und mitzunehmen – da ist so eine Lösung echt prima. Oder was meint Ihr?

Viel Spaß beim Buddeln, Sonnenbaden und Sandkuchen backen. Genießt das tolle Wetter!

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Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

2 thoughts on “Die perfekte Kleinkind-Klamotte auf dem Spielplatz | Lütte Dinge #3

  1. Super Artikel. Ich denke bei unserem Kleinen brauchen wir wohl erst im Herbst so einen Anzug. Aber nun bin ich ja schon mal gut unformiert:) Ich habe heute schon überlegt was ich ihm im Fahrradanhänger anziehe. Plötzlich ist es so warm, da wird er bestimmt im Wolloverall schwitzen.

    Es gibt extra sogenannte Buddelfüßlinge/Schuhe. Die ziehst du einfach über seine normalen Schuhe. Z. B. von der Firma BMS. Vielleicht wäre das ja was für den Lütten.

  2. Hey! Dein Artikel hätte mir vor 5 Jahren auch einiges erspart. Aber ich hab es dann selbst herausgefunden. Unsere drei Mädels haben alle im Wollwalk-Overall gesteckt und jetzt gerade laufen sie im Ducksday über den Hof. 3 Größen und drei Farben, das sieht wirklich grandios aus. Anfangs hatte ich auch BMS Gummi Überzieher. Sobald es geht sind sie aber barfuß oder wenn das wegen Scherben oder Dreck auswärts nicht geht Leguano-Barfußschuhe. Die sind wie Socken. Dicken Gruß vom Vauß-Hof und euch einen schönen Frühling! Anja

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