Ich packe die lütte Tasche und nehme mit… Oder auch: Praktische Anschaffungen zum Kita-Start

Eine Woche noch, dann ist es soweit: Die Kita startet. Für mich bedeutet das ein kleiner Rest des  emotionalen Wirrwarrs aus stolzen „Hach, er ist schon ein so großer Junge“-Gefühlen und „Oje, da ist er dann ganz auf sich allein gestellt, der kleine Zwerg“-Gedanken. Aber es bedeutet auch, ein paar Dinge zusammenzupacken, die der Lütte mit in sein neues Teilzeit-Zuhause nehmen wird. Und dieser Teil des Countdowns ist ganz  nach meinem Geschmack.

Vorbereitungen treffen gehört für mich als Planungsmenschen nämlich zu den beliebtesten Alltagsaktivitäten überhaupt. Und so habe ich nach und nach mit großer Begeisterung die Liste, die wir aus der Kita bekommen haben, abgearbeitet. Lang ist sie nicht, Überraschungen hielt sie ebenfalls nicht bereit. Aber weil ich mitbekomme, dass alle Eltern vor der Eingewöhnung die ähnlichen Dinge interessiert (Welcher Rucksack taugt? Lieber Schlafsack oder Bettwäsche? Gummistiefel ja oder nein?), fasse ich mal kurz zusammen, wofür wir uns entschieden haben und warum.

Kita-Start: Diese Dinge kommen in unseren Rucksack

Tasche: Ich hatte mir eines fest vorgenommen: KEINEN Affenzahn-Rucksack zu kaufen. Weil ich es hasse, Hypes hinterherzulaufen. Daher habe ich Herr der Ringe nicht gesehen, meide nach Möglichkeit die Hotspot-Hipsterhotels, die jeder zweite Reiseblogger besucht, und habe kein String-Regal an der Wand. Irgendetwas in mir sträubt sich gegen überall präsente Kaufempfehlungen und Trends. Dass die manchmal durchaus ihre Berechtigung haben – geschenkt. Es ist eher so ein persönliches „Geht es bitte noch unindividueller?“-Ding.

Bei Affenzahn war es  genauso. Auf jedem zweiten Elternblog sprangen mir die Tierrucksäcke entgegen, ständig hatte ich Werbung dafür in meiner Timeline. Wollte ich daher partout nicht. Tja, wie ihr oben gesehen habt, bin ich eingeknickt. Und wer ist „Schuld“? Zum einen Katarina. Ihr kleiner Mister H ist ein Jahr älter als der Lütte und hat daher schon den Praxistest in Sachen Rucksäcke absolviert. Und Katarina, ihres Zeichens Pragmatikerin ohne Trendhechelein, hatte viele Argumente, warum die Dinger zurecht überall zu sehen sind: ideale Größe, komfortabler Bauchgurt, kumpelartige Gefühle des Kindes zum Tier… Der zweite Grund, warum ich dann doch zuschlug: Ich glaube, dass kein Fjällräven-Rucksack und kein noch so schöner von Sugarbooger ein Kind ähnlich „toucht“ wie ein Tier-Rucksack. Kinder stehen auf Tiere, nicht umsonst kommen sie in fast jedem Bilderbuch vor. Einen Rucksack, den ich nach dem Kauf des Frosches von Affenzahn entdeckt habe, war Pirat Pepe von Svanhilde – den finde ich auch echt toll, ist aber aufgrund der Größe ohnehin eher was für Ü3-Kinder.

Frühstücksbox: Da behalten wir einfach die bei, die uns bereits seit einigen Monaten hervorragende Dienste leistet: die Mini-Yumbox. Über Frollein Pfau und ihr Lunchbox-Yoga bin ich bei Instagram irgendwann einmal auf den Anbieter aufmerksam geworden. Und  seit der Anschaffung genauso begeistert wie sie. Das Ding ist tagein, tagaus mit uns unterwegs. Ich hatte überlegt, die nächstgrößere anzuschaffen, aber dann wäre es im kleinen Affenzahn-Rucksack doch eng geworden, sobald noch eine Trinkflasche hinzukommt (by the way: Empfehlungen, welches Trinkgefäß in der Kita passend ist?). Wir probieren es daher erst einmal mit der kleinen und schauen, ob sie für das Frühstück in der Kita ausreicht oder doch zu klein ist.

Trösteralbum: Ein optionaler Punkt auf der Liste war das sogenannte Trösteralbum. Ein Fotoalbum mit Aufnahmen von Zuhause, Bezugspersonen, dem Kind wichtigen Details. Bei meinen Vor-Ort-Besuch habe ich davon ein Exemplar gesehen – selbstgebastelt, na klar. Mein Exemplar ist nicht selbstgebastelt. DIY-Honk, Ihr wisst ja… Daher habe ich auf das Pappfotobuch für Babys & Kleinkinder zurückgegriffen, das man bei Kleine prints zusammenstellen kann. Ein alternativer Tipp, der mich knapp zu spät erreichte, möchte ich gern noch ergänzend an Euch weitergeben: Ein kleines Format mit dickeren pappenartigen Seiten, das sich eignen könnte, bietet auch DM an.

Wickeltasche: Die gewohnte Kombi aus Lillydoo-Windeln, -Feuchttüchern und einer Weledacreme, falls mal Pflege benötigt wird.

Hausschuhe: Auch hier führen wie die von zuhause bewährte Methode weiter: Es gibt Lederpuschen. Und zwar von der deutschen Marke Pololo. Kannte ich bislang gar nicht, bin bei Süß:Stoff drüber gestolpert. Tolle Qualität, dementsprechend aber kein Schnäppchen. Die haben wir jetzt bereits hier zuhause im Einsatz, damit er in zwei Wochen schon weiß, welche seine sind.

Regensachen: Als ich vergangene Woche auf der Kinder- und Jugendfarm Habenhausen dem Lütten mangels Gummistiefeln nicht erlauben konnte, in einer riesigen matschigen Pfütze zu toben, tat mir das mindestens genauso leid wie ihm. Es war also so oder so höchte Zeit für Gummistiefel. Unsere von Romika haben wir beim Schuhpark gekauft, der ja auf Kinderschuhe spezialisiert ist. In Sachen Regenklamotte geben wir dem Lütten erst einmal seinen bereits vorhandenen Regenanzug von Ducksday mit. Über kurz oder lang brauchen wir dann nochmal einen zweite Lösung für Zuhause. Ob Regenhose ud Jacke oder wieder ein Overall? Bin ich unsicher. Eigentlich finde ich die Einteiler echt superpraktisch. Habt Ihr irgendwelche Argumente, warum ein zweiteiliges Set aus Hose und Jacke besser wäre?

Namensettiketten: Bei gutmarkiert.de habe ich Aufkleber und Bügelettiketten bestellt, um die wichtigsten Teile zu personalisieren. Kleiner Tipp: Ich habe neben dem Namen auf den Aufklebern auch meine Handynummer vermerkt. Man weiß ja nie.

für den Mittagsschlaf: Mittagsschlaf wird ja erst in ein paar Wochen, nach der Eingwöhnung, so richtig Thema. Ich habe dennoch schon mal einen leichten Sommerschlafsack besorgt und natürlich kommt auch das Lieblingskuscheltier mit in die Kita. Das haben wir zum Glück in doppelter Ausführung.

Vor zwei Tagen ist mir dann noch etwas ganz anderes durch den Kopf geschossen: Wir Mütter bekommen in der Regel kein Trösteralbum oder Übergangsobjekt wie Schnuffeltuch ode Kuscheltier. Dabei fällt uns die Trennung auch schwer. Klar, auf andere Weise schwer als den Knirpsen, aber wäre es nicht schön, auch etwas zu haben, was uns tröstet? Ich habe überlegt, was das sein könnte und bin auf Necklesse gestoßen. Ein Shop, der sehr schöne Buchstaben-Ketten anbietet. Wäre es nicht eine schöne Sache, den Anfangsbuchstaben des frischgebackenen Kita-Kindes um den Hals baumeln zu haben, wenn man in den ersten Tagen etwas melancholisch am Arbeitsplatz sitzt? Ein cicer Trostspender für uns Mamas, oder?

So, und nun frage ich die versierten Kita-erprobten Mütter unter Euch: Gibt es noch etwas abseits der traditionellen Dinge, die sich bei Euch bewährt haben? Da gibt es doch bestimmt noch etwas, was man ad hoc nicht auf dem Schirm hat, oder? Freue mich über Tipps von Euch!

Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

11 thoughts on “Ich packe die lütte Tasche und nehme mit… Oder auch: Praktische Anschaffungen zum Kita-Start

  1. Check! Dann kann es ja losgehen für den Lütten 🙂 Was sich bei uns noch bewährt hat (beim Bremer Wetter): Einen Sonnenhut (oder Mütze im Herbst) in der Kita zu bunkern. Wir vergessen morgens manchmal, einen Sonnenhut mitzugeben, wenn das Wetter (noch) nicht schön ist – aber am Nachmittag dann die Sonne knallt.
    Ich wünsche euch einen tollen Start!
    Liebe Grüße
    Jessica

  2. Liebe Sandra,

    nimm dir etwas gutes zu lesen mit für die ersten Tage. Leichte Lektüre. Die ersten Trennungen nach wenigen Tagen sind für 10 bis 30 Minuten und du sitzt Däumchen drehend da… mit den Gedanken unentwegt beim Lütten…

    Eine Kopfbedeckung in der Kita deponieren.
    Genauso wie eine kleine Tube Sonnencreme bzw. Wind- und Wetterbalsam je nach Jahreszeit. Gibt nichts schlimmeres als nachmittags los zu wollen und die Sonne brennt… Oder jetzt im Herbst, wenn der Wind dann pfeift…

    Ich bin ja die Verfechterin des Zweiteilers – Sonnenschein aber Boden kalt und feucht? Matschhose an. Spaziergang im Nieselregen? Regenjacke reicht…

    Braucht der Lütte noch ein auslaufsicheren Becher? dann den Magic Cup von Nuk. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenten von Avent ist der nämlich auch wirklich auslaufsicher… Ansonsten empfehlenswert für das selbstständige Trinken ist der Doidy Cup.

    Liebe Grüße aus Augsburg von deiner ehemaligen Kollegin

    Daniela 😉

    1. Liebe Daniela,

      in Augsburg bist Du gelandet – mensch, schön von Dir zu lesen.

      Den Magic Cup haben wir – das Prinzip kapiert der Lütte einfach nicht. Aus Becher und Glas trinkt er richtig gut, favorisiere ich zuhause auch. Allerdings weiß ich nicht, wie praktikabel das in der Kita ist.

      Vielleicht probiere ich jetzt einfach auch mal die zweigeteilte Lösung – dann haben wir ja den direkten Vergleich 😉

      Liebe Grüße in den Süden!
      Sandra

  3. wow, schon kita! wie ich lese seid ihr bestens gerüstet und alles andere ergibt sich wenn es erstmal vor allem im winter so richtig losgegangen ist… wichtigstes utensil ist finde ich eine mütze (wahlweise sonnenhut oder was für herbstlicheres wetter) und eine gut sitzende regenhose. alles andere ergibt sich und da kann man noch so viele vorlieben haben, der kita-alltag wird es von sich aus mit sich bringen… allerliebste grüße, julia

    1. Liebe Julia,

      Regenhose ist heute bei uns eingezogen – check! Den Tipp mit den Mützen habe ich jetzt immer wieder gehört – den werde ich auch noch beherzigen. Ansonsten sind wir vermutlich mehr als ausreichend gewappnet, denn in den ersten Wochen braucht es ja ohnehin „nur“ eine behutsame Betreuung im Vordergrund und eine verlässliche Base im Hintergrund. Beides gibt es nicht zu kaufen 😉

      P.s. Freu mich, dass das WWW wieder etwas mintfarbener ist!

  4. Das mit der Kita dauert bei uns ja ein bisschen, aber als Erinnerung für die Mama habe ich zur Geburt einen goldenen Kettenanhänger bekommen, der hinten Name und Geburtstdatum eingraviert hat, und vorne ein Ziffernblatt mit Uhrzeigern, die die Geburtszeit anzeigen. Das ist für mich eine wunderschöne Erinnerung an die Geburt und natürlich auch eine schöne Verbindung zu meinem Kind. (Und falls der Papa auch ein Trösterchen braucht: Der hat bei uns einen Schlüsselanhänger mit dem eingravierten Fußabdruck des Kleinen bekommen. Beides gabs beim örtlichen Juwelier, also ggf. einfach mal dort nachfragen.)

    Als Trinkbecher gabs jüngst vom designaffinen Familienteil einen Arne-Jacobsen-Becher mit dem Initial des Kindes und einen passenden Trinkaufsatz (so wie hier zu sehen: https://www.butiq.de/de/marken/design-letters/kinder-trink-aufsatz-tuerkis). Ob der nun aber auch praktisch ist, werden wir zusammen mit dem kleinen Keks allerdings erst in ein paar Wochen herausfinden 😉

    1. Dann genießt die Vor-Kita-Wochen noch in vollen Zügen!!! Wünsche Euch dann später auch einen guten Start!

  5. Mir würde noch ein (abwaschbares) Lätzchen für die Mittagessen-Schlacht einfallen. Hier sind nicht alle Kitas gut ausgestattet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.