Mein Mama-Baby-Yoga-Trip nach SPO und was das alles mit Föhr zu tun hat

Holla die Waldfee! Wenn ich Euch heute von meinen „Yoga mit Baby“-Retreat in St.Peter-Ording berichte, dann ist das fast schon eine Zeitreise. Im Mai checkten meine Mutter, der Lütte und ich dafür im Beach Motel ein – jetzt haben wir gefühlt schon fast Weihnachten und aus dem kleinen Häufchen Mensch im Tragetuch ist in der Zwischenzeit eine kleine knabenhafte Persönlichkeit von acht Monaten geworden (aaaaacht Monate? WTF?), die gerade drei Wochen mit uns in Kanada verbracht hat. Zu unserem Roadtrip durch British Columbia mit Wohnmmobil und Baby gibt´s demnächst natürlich auch eine kleine Zusammenfassung, aber jetzt nehm ich Euch erst einmal mit an die Nordsee und zurück ins Frühjahr…

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Auf das Mama-Baby-Retreat von Diana bin ich durch Zufall bereits in der Schwangerschaft bei Facebook aufmerksam geworden. Damals drückte ich bei der Veranstaltung zwar auf „interessiert“, war aber ziemlich sicher, dass ich nicht würde teilnehmen können. Allein mit einem vier Monate alten Baby mit der Bahn nach St. Peter-Ording? Alles mitschleppen, inklusive Babyschale, damit mich das Taxi dann zum Hotel bringen kann? Die ganzen Kosten, die sich zusammenläppern? So wunderbar ich die Idee fand – ich schminkte mir das erst einmal ab. Bis meine Mutter mich irgendwann fragte, ob wir nicht zusammen irgendwo hinfahren wollen. Damit ich mal rauskomme, vielleicht mal allein in die Saune gehen kann – einfach einen wohltuenden Tapetenwechsel erlebe.

Da schoss mir die ganze Geschichte wieder durch den Kopf und eh wir uns versahen, hatten wir meine Teilnahme am Retreat sowie den Aufenthalt zu dritt im Beach Motel gebucht. Yiieeeehhhhaaa!

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Der Zeitpunkt war ideal, wollte ich ab Juni doch auch wieder hier in Bremen meine Yoga-Praxis aufnehmen. Vor der Schwangerschaft und bis ins dritte Trimester hinein war ich nämlich regelmäßig einmal die Woche auf der Matte, was mir ziemlich fehlte (und das tut es immer noch, denn mein Vorhaben, wieder durchzustarten, hat bislang aus Zeitgründen nicht geklappt.) Das Retreat an der Nordsee sollte also der feierliche Wiedereinstieg sein.

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Als ich von Diana angeleitet am Ankunftstag im Übungsraum des Beach Motels zum ersten Mal wieder ein paar Sonnengrüße absolvierte, merkte ich eindrucksvoll, wie nötig mein Körper Bewegung hatte. Oioioi, ich war ganz schön fertig hinterher und bewunderte alle anderen Mamis, die deutlich besser in Schuss waren als ich. Die meisten von ihnen waren allerdings auch schon wieder in der Yogapaxis angekommen, denn der Lütte und ein gleichaltriges Baby waren mit Abstand die jüngsten. Die anderen konnten bereits krabbeln oder laufen – was in anderer Hinsicht eine Herausforderung ist. Denn mit einem bereits mobilen Kind hat man dann doch mehr damit zu tun, es wieder einzufangen, als dass man sich auf die Asanas konzentrieren kann. Es war ein ziemliches Gewusel. Aber an so was muss man sich als Mama eh gewöhnen – vor allem, wenn man vorhat, Yoga in den Babyalltag zu integrieren.

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Im Kern ist das auch die Intention, warum Diana die Retreats anbietet: Sie möchte zeigen, dass und wie man mit Kind auf dem Arm oder in der Trage zuhause sein persönliches Yogaprogramm gestalten kann. Das begeisterte Gesicht ihres eigenen Sohns Nik, der von Beginn an mit seiner Mama auf der Matte war, beweist, wieviel Spaß das auch den Kleinen machen kann – sofern man das Ganze spielerisch angeht. Und eins kann ich Euch sagen: Ein Krieger 1, bei dem ihr acht bis zwölf Kilo mit den Händen nach oben haltet, oder Vorbeugen mit Baby im Tragetuch bringen Euch ganz schön ins Schwitzen. Ihr intensiviert die Übungen automatisch.

Das Programm des Mami-Baby-Retreats

So, jetzta ber mal ganz konkret: Wie lief das alles ab? Also, das Yogaprogramm umfasste vier Yogastunden: eine mit Baby am Nachmittag des Ankunftstags, zwei am nächsten Tag (eine mit Babys in der Trage, eine ohne Babys – dafür gab es eine Kinderbetreuung) sowie eine mit Kind am Abreisetag. Wir sind bereits einen Tag vorher angereist, um Strand, Meer und Sauna ausreichend genießen zu können. Und das würde ich auch jeder von Euch empfehlen. Denn wenn man mit Baby verreist, dann ist das ohnehin mit recht viel Aufwand und Stress verbunden, so dass man sich eine Verlängerung nach Möglichkeit gönnen sollte. Zumal An- und Abreise für so einen kleinen Wurm ja auch immer total aufregend sind, da muss man ihm am selben Tag nicht unbedingt noch eine neue aufregende Situation „zumuten“.

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Der Lütte hat die drei Stunden, an denen er teilgenommen hat, ziemlich gut bewältigt. In den konzentrierten wachen Phasen hatte er sichtlich Vergnügen daran, was seine Mama da so veranstaltet. Nach der Hälfte war es meist so, dass er müde und unruhig wurde. Dann hat er entweder neben mit geschlafen oder zumindest pausiert. Dabei war es für ihn am spannendsten, die größeren Baby zu beobachten.

In der Kursbeschreibung stand damals, dass Yoga-Vorerfahrungen nicht zwingend erforderlich seien. Ich würde rückblickend sagen, dass es ohne Vorerfahrung durchaus schwer ist, bei den Übungen mitzuhalten. Diana leitet recht schnell durch die Haltungen, so dass es gut ist, wenn man sie schon gelernt hat und weiß, wie man sie ausrichten und halten muss.

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Eine Begleitung dabei zu haben, ist ebenfalls großartig. Ich hätte micht jeden Tag in die Sauna gehen können, wäre meine Mutter nicht dabei gewesen. Außerdem tut es gut, wenn auch mal jemand anders wickelt, füttert und spielt, tut man das im normalen Alltag doch jeden Tag zigfach. Aber sollte bei Euch niemand Zeit haben, kann ich Euch beruhigen: viele der anderen Teilnehmerinnen waren allein da und das klappte auch hervorragend.

Die Unterbringung im Beach Motel

Das Retreat war verbunden mit Übernachtungen im Beach Motel. In der Blogosphäre wird immer wieder über das Haus geschwärmt (z.B. beim Elbfrollein oder Fredi) – und tatsächlich ist es für das Pinterest- und Instagram-verwöhnte Auge schön anzuschauen. Tolle konsequente Gestaltung mit viel Beachfeeling und Surferstyle. Die Sauna? Klein aber fein. Und auch die Atmosphäre im Haus ist wie es der im Hof stehende VW-Bulli vermuten lässt: lässig. Für einen Aufenthalt als Paar, mit Hund (Vierbeiner sind sehr willkommen) oder mit der Clique ein echt großartiger Ort in bester Lage – einmal über die Straße und schon beginnt der Strand.

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Mit einer neuen Lebenssituation verändern sich allerdings auch die Ansprüche an ein Hotel – daher folgt jetzt mein „Aaaaaaaber…“: Dem Haus fehlt der Blick für die Bedürfnisse junger Eltern total. Ob bei den strengen Rückgabezeiten des Wasserkochers, den man sich für den Aufenthalt ausleiht, oder beim überforderten Blick, wenn man eine babyspezifische Frage hat – es gab viele Situationen, wo ich das Gefühlt hatte, dass das Personal für Notwendigkeiten, die man bei solch einem Trip mit Baby zwangsläufig hat, nicht nachvollziehen kann. Gar nervig findet. Wohlgemerkt: Mir ist total bewusst, dass die Zielgruppe des Hauses eine ganz andere ist und für die passt es auch. Dennoch ist es aus Sicht eines Gastes natürlich schade, wenn man ein speziell an junge Mütter gerichtetes Programm in diesem Haus bucht, sich dann aber nicht willkommen fühlt.

Besonders unglücklich empfand ich unsere Ankunftssituation: Wir waren zwei Stunden vor dem garantierten Check-In schon da. Und ja, ich weiß, dass wir dann auch noch kein freies Zimmer erwarten können. Wenn ich allerdings an der Rezeption säße und da stünden Mutter und müdes hungriges Kind vor mir, dann würde ich zumindest bei der Reingungs-Crew mal vorfühlen, ob das Zimmer nicht vielleicht als nächstes in Angriff genommen werden kann. Statt dessen schickte man uns auf Nachfrage, wo man denn in Ruhe warten könne, in einem Flur, in dem Durchgangsverkehr herrschte und dann noch ausgiebig gesaugt wurde. Dort verbrachten wir zwei Stunden. Gleichzeitig konnten wir dabei zuschauen, wie Menschen ohne Kinder bereits vor dem garantierten Check ihre Zimmer beziehen konnten. Wie gesagt: Wir hatten kein Anspruch auf einen früheren Bezug, man hätte das Zimmer aber garantiert früher fertigmachen können, wenn man es gewollt hätte. (Grundsätzlich hielte ich es für ratsam, dass man grundsätzlich das Reinigungspersonal zunächst die Zimmer fertigmachen lässt, die mit Kinderbett gebucht sind. Aber ich kenn die Abläufe eines Hotels natürlich nicht, vielleicht gibt es triftige organisatorische Gründe, die das nicht möglich machen?!)

Die gute Nachricht: Das gleiche Retreat an anderem Ort

Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich vor zwei Tagen bei Facebook eine neue Ankündigung für das Retreat las. Denn im November findet es nicht im Beach Motel in St. Peter-Ording, sondern…. Trommelwirbel… im Hoftel Föhr statt. Das Haus habt Ihr hier durch Bloggen mit Herz und unseren ersten Urlaub zu dritt ja schon ausgiebig kennengelernt. Und wenn sich ein Haus perfekt für dieses „Lucky Mama – Happy Baby“-Retreat eignet, dann dieses, dort gibt es bekanntlich alles, was das Mutterherz höher schlagen lässt.

So, und jetzt bombardiert mich mit Fragen à la „Muss ich ne Yogamatte mitbringen?“ bis hin zu „Wer konnte die Happy Baby-Pose besser? Der Lütte oder Du?“, wenn Ihr noch mehr erfahren wollt.  Ich antworte gern!

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Sandra

Sandra

Seit 2008 blogge ich nordisch-frisch über meine Heimatstadt Bremen und alle Regionen, in denen eine steife Brise weht und man lieber in Strandkörben als auf Designermöbeln Platz nimmt. Für Nordseeinseln schlägt mein Herz dabei besonders laut. Noch lauter allerdings für den Lütten, der seit Februar 2016 mein Leben auf wunderbare Weise auf den Kopf stellt.

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